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Kleve-Warbeyen
Fahrradwallfahrt durchs Bistum Münster

Kleve-Warbeyen: Fahrradwallfahrt durchs Bistum Münster
Initiator Johannes Vermaasen (r.) und Pfarrer Michael Eiden mit Fahrrad und Landkarte vor der Kirche St. Hermes in Warbeyen. Hier entstand der Plan für die Fahrradwallfahrt durch das Bistum Münster. FOTO: STADE
Kleve-Warbeyen. Ein Drittel Wallfahrt, ein Drittel Erlebnis in der Gruppe und ein Drittel Besonderheiten an der Strecke - das war das Motto der Niederrhein-Tour mit dem Fahrrad. Johannes Vermaasen aus Warbeyen war de Initiator der Rundreise. Von Werner Stalder

"Die erste Pilgertour mit dem eigenen Drahtesel im Bistum Münster über mehrere Tage ist Vergangenheit. Für alle Teilnehmer war sie ein nachhaltig wirkendes Erlebnis. Eine Fülle von zufälligen Ereignissen, die Wallfahrtsorte, das Natur- und Radfahr-Erlebnis, das Gemeinschaftsgefühl und das wunderbare Herbstwetter ergaben eine 'Komposition', die die Teilnehmer so noch nicht erlebt hatten", sagt Johannes Vermaasen aus Warbeyen über eine Pilgertour mit acht Fahrradpilgern durch den östlichen Teil des Bistums Münster.

Nach vielen Wochen intensiver Vorbereitung war die Pilgertour in Haltern-Lippramsdorf gestartet. Auf dem Annaberg nahmen die Radler an einem Gottesdienst teil. Am ersten Tag ging es von Lippramsdorf bis zum Annaberg und zurück - 12,6 Kilometer. Am zweiten Tag schaffte die Gruppe eine Strecke von 61,8 Kilometern. Über eine alte Bahntrasse ging es bis Haltern-Stadtzentrum zur Sixtus-Kirche. Dort wird ein kostbares altes Kreuz verehrt. Außerdem waren 17 Kerzen aufgestellt, die an die toten Schüler und Lehrer des furchtbaren Flugzeugunglückes erinnerten.

Westruper Heide war das nächste Ziel. Erstmals überquerte die Gruppe die Lippe und fuhr zwischen dem Wesel-Datteln-Kanal und dem Fluss in östliche Richtung. Es folgte ein Abstecher zum Wasserschloss "Haus Sandfort". Über Vinnum und Beifang erreichte die Gruppe das Tagesziel, die Stadt Selm. Am dritten Tag radelten die Pilger 49 Kilometer von Selm nach Hamm. In Selm-Cappenberg ist die Kirche dem heiligen Gottfried geweiht. Auf dem Kirchenhügel steht eine wuchtige Natursteinkirche. Dort nahmen die Pilger im Chorgestühl Platz und sangen einige Kirchenlieder. In Lünen erwartete der frühere Kellener Kaplan Clemens Kreiss die Teilnehmer. Danach erreichte die Niederrheiner Hamm und waren von dieser "Großstadt" angenehm überrascht. 79 Kilometer betrug die Strecke von Hamm nach Stromberg. In Hamm-Norden traf man einen weiteren früheren Kaplan aus Kellen, Davis Puthussery. Ziele waren der Maxi-Park mit dem gläsernen Elefanten und ein Hindu-Tempel. Auf Haus Assen lud der Internatsleiter zu einer spontanen Führung ein. In Herzfeld beeindruckte die Wallfahrtsbasilika St. Ida.

Der fünfte Wallfahrtstag führte 68,7 Kilometer von Stromberg nach Harsewinkel-Greffen. Der Wallfahrtsort Stromberg ist der Kreuzverehrung gewidmet. Man befand sich nun am östlichsten Punkt der Pilgerfahrt durch das Bistum Münster. Weiter ging es zur Wallfahrtskapelle Buddenbaum. "Weit und breit keine Batterie-Auflademöglichkeit. Es blieb uns nichts anderes übrig, als die Mutter Gottes um Verzeihung zu bitten. In der Kapelle war die einzige Stelle mit einer Steckdose, die Strom abgab, um zwei Räder aufzuladen", erinnert sich Vermaasen. Freckenhorst und Warendorf waren weitere Ziele.

Die letzten beiden Pilgertage führten über 69 Kilometer von Greffen nach Münster und weiter über 40 Kilometer zu verschiedenen Zielen in der Bischofsstadt. Besucht wurden St. Marien in Warendorf und das Kloster Vinnenberg.

Im Dom zu Münster war die Abschlussmesse. Die Pilger beteten an den Gräbern von Schwester Euthymia auf dem Zentralfriedhof und von Kardinal von Galen im Paulusdom. Die Wallfahrt mit dem Fahrrad fand mit einer "Bummelrunde" um den Aasee in Münster ein glückliches Ende.

Quelle: RP
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