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Kreis Kleve
Familientag auf Haus Riswick ein Magnet

Kleve: Familientag im Haus Riswick
Kleve: Familientag im Haus Riswick FOTO: Evers, Gottfried
Kreis Kleve. Große Schau landwirtschaftlicher Produkte lockte Abertausende von Besuchern auf das Gelände des Bildungszentrums Haus Riswick. 30 Aussteller vom Niederrhein waren vertreten. Integriert waren der Lammtag und die Geflügelschau. Von Antje Thimm

Schafe sind ganz besondere Tiere, sie liefern Wolle, aus der Milch kann man Seife, aus ihrem Wollfett kann man Kerzen herstellen. Ein Bordercollie dirigiert sechs Laufenten und bringt sie dazu, durch einen schmalen Tunnel zu laufen. Emmer ist ein Urgetreide, das Brot daraus schmeckt köstlich. Diese sind nur drei der zahlreichen Eindrücke, die man auf dem diesjährigen Riswicker Familientag gewinnen konnte.

Mehrere Tausend Besucher kamen bei bestem Herbstwetter auf das Gelände des Landwirtschaftlichen Bildungszentrums Haus Riswick in Kleve-Kellen. 30 Aussteller vom Niederrhein zeigten ihre Produkte und boten sie auch zum Kauf an. Obst und Gemüse, Kürbisse als Deko oder für herbstliche Gerichte, Käsespezialitäten, Honig und alles rund um die Bienenhaltung. Eindrucksvoll die Patchwork-Arbeiten von Maria Mott aus Geldern. Vom Kissenbezug, über Taschen bis hin zu prachtvollen Tagesdecken und kunstvoll gearbeiteten Wandbehängen war alles zu sehen und zu kaufen.

Integriert in die Veranstaltung fand auch der zweite Niederrheinische Lammtag statt. Kamerunschaf, Rhönschaf oder Walachenschaf sind nur drei der vielen Rassen, die auf einer großen Wiese von verschiedenen Züchtern aus der Region demonstriert wurden. "Das Walachenschaf ist eine der vom Aussterben bedrohten Haustierrassen", erklärt Züchterin Anja Fengels aus Voerde, die an einem Stand zeigt, was man aus den Rohstoffen, die ein Schaf liefert, machen kann: bunte Kerzen und duftende Seifen. Auch die verschiedenen Techniken des Klauenschneidens und Schafscherens, von Hand und mit Maschine, wurden gezeigt und über Mikrophon den vielen interessierten Zuschauern erklärt. Wie in alter Zeit aus der Wolle an einem Spinnrad Garn gesponnen wurde und dass dies einige Übung und Fingerfertigkeit erforderte, konnte man ebenfalls sehen. Eine Schafherde ist undenkbar ohne Hütehunde. Lieselotte Awater aus Rees-Haldern arbeitet seit 30 Jahren mit Border Collies und demonstrierte in zwei Vorführungen, was diese Hunde können. Sechs Laufenten tanzten buchstäblich nach der Nase des erfahrenen Hundes, der in geduckter Haltung hochkonzentriert die Enten in die gewünschte Laufrichtung brachte. Im Hintergrund agierte die Hundeführerin und erteilte die Befehle. "Die Ausbildung zum Hütehund dauert etwa vier Jahre", berichtet Lieselotte Awater. Der Hund verstehe dann verschiedene Befehle, zum Beispiel Richtungsanweisungen wie Rechts, Links und Geradeaus.

Der Familientag bot auch gerade für Kinder viele Attraktionen: Die Kleinen durften filzen, mit Trettreckern um die Kletter-Strohburg fahren, Schätze im Stroh finden oder das Bullriding einmal ausprobieren. Wettmelken, Natursinnesstraße und eine Tastkiste ermöglichten direkte Naturerlebnisse. Ponyreiten war auch sehr beliebt und machte auf der großen Wiese offensichtlich auch den Tieren Spaß. Wer mochte, konnte an einem Quiz teilnehmen und Fragen zur Ausstellung beantworten. Am Ende warteten viele Preise.

Zwei Klassiker der Veranstaltung sind die Grenzland Geflügelschau und die Lokalschau des Kaninchenzuchtvereins Kellen. "Wir hatten viermal ,Vorzüglich'", berichtet Ausstellungsleiter Michael Brams von der Prämierung der Hühner, Enten und Gänse, die zwei Tage vor der Schau stattfand. "Hermelin Blauauge", "Sachsengold" und "Blaue Wiener" heißen die Hauptdarsteller der Kaninchenschau, bei der einige weniger scheue Exemplare auch in einem offenen Gehege hoppelten und Streicheleinheiten entgegen nahmen.

Für das leibliche Wohl war reichhaltig gesorgt, man hatte die Qual der Wahl zwischen frischen Bratwürsten, kompletten Mittagsmenüs im Bauerncafe oder dem großen Kuchenbuffet mit viel Selbstgebackenem.

Quelle: RP
 
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