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Bedburg-Hau-Moyland
Fast 4000 Besucher beim Kräutergartenfest in Moyland

Bedburg-Hau-Moyland. Wenn die Sonne zwischen den Wolken durchbrach, war der Park perfekt: Herrlicher Duft aus einer offenen Küche lag über der frisch gemähten Wiese, auf der unter einer dicken Trauerweide Teak-Möbel zur Rast einluden. In der Sonne glänzte der Wein rot und weiß in den Gläsern und das alte Tudorschloss spiegelte sich in seinem breiten Graben rund um die Burg. Es war sehr britisch auf den Wiesen im Park von Moyland - vom Teak-Möbel über die Zinnen des Tudor-Schlosses bis zum unberechenbaren Wetter. Von Matthias Grass

Doch auch die Gäste zeigten sich britisch: Sie stiefelten wetterfest durch den Park des Schlosses, ließen sich vom nasskalten Wetter nicht abhalten, das immer wieder Regenschauer durch den Park schickte. Jannie Uhlenbrok-Lueb, die das Fest zusammen mit ihrem Moyländer Team wieder organisiert hatte, konnte deshalb gestern schon am Nachmittag zwischen 3500 und 4000 Besucher melden - nicht weniger als im vergangenen Jahr. Das Kräutergartenfest ist zu einer festen Konstante im niederrheinischen Frühling geworden.

Und das zu recht: An 67 liebevoll eingerichteten Ständen gab's alles rund um Garten und Kräuter. Im Mittelpunkt stand der große Kräutergarten neben dem Schloss, in dem alles das wächst und gedeiht, was Johannes Hartlieb im späten Mittelalter in seinem Kräuterbuch aufgeschrieben hatte. Rund um den Pflanzen- und Kräutermarkt gruppierten sich Kunsthandwerker wie Sabine Pfuhler aus Haldern, die Pflanzendrucke auf Seide und Papier anbot und gleich einen großen Spiegel dabei hatte.

Doch zunächst ging es an den verführerischen Düften der "Unplugged Kitchen" von Kirsten Enk und Roland Buß vorbei. Silberne Lüster auf einem tiefschwarzen Landrover schmückten ihr großes Zelt, in dem sich Küchenmaterialien zum Stillleben ordneten. "Coq au Beaujolais" und ein "Pilzspektakel" hatten die beiden "Eventköche" unter anderem im Angebot. Gerichte, die auf schmucken Holzschälchen und nicht Plastik serviert und natürlich auch noch jedes Mal mit einem Kräutersträußchen geschmückt wurden. Buß war trotz des durchwachsenen Wetters zufrieden mit dem Fest und der entspannten Stimmung rund um das Schloss.

Wer den Weg vorbei an Rosen und Ramblern, den diversen Kräuterdips und dem Bärlauch-Bauern gefunden hatte, fand bei der Wesermühle Öl aus allem, was in Europa so wächst. Alle "Öko aus Europa" natürlich, wie Andreas Meyer hinter diversen Ticheln mit Ölproben versprach. Die Proben hatten es in sich. Zumal Meyer in diesem Jahr auch noch ein Schwarzkümmelöl dabei hatte. Die Wesermüller hatten die Pflanze in Österreich gefunden und konnten sie in ihr Repertoire aufnehmen. "Ein exzentrisches Öl", sagt Meyer. Aber perfekt für türkische oder arabische Gerichte, erklärte der Mann des gepressten Öls.

Quelle: RP
 
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