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Kleve
FDP: Reichswald darf kein Standort für Windkraft sein

Kleve. Kleves FDP-Fraktionsvorsitzender Daniel Rütter bekräftigt die ablehnende Haltung seiner Fraktion gegenüber der Ausweisung von Windenergie-Konzentrationszonen im Klever Reichswald: "Es ist absolut begrüßenswert, wenn sich nun immer mehr Bürger und Initiativen mit Einsprüchen gegen die im Entwurf des neuen Flächennutzungsplans vorgesehenen Windräder im Reichswald wehren."

Bis zum 31. August könne jeder Bürger von seinem Einspruchsrecht im Rahmen der Offenlage Gebrauch machen und sollte dies auch tun, so Rütter. Ursächlich sei aber hauptsächlich die durch den grünen Umweltminister Remmel vorangebrachte Politik der Landesregierung in Düsseldorf, die diese skandalösen Planungen überhaupt erst möglich gemacht haben und nun den Konflikt Windräder gegen Wälder in die Kommunen trage, sagt Rütter. Er verweist auf zwei heftige Debatten, die im ersten Halbjahr 2015 im Düsseldorfer Landtag zur Windenergie geführt worden sind.

Darin habe die FDP-Landtagsfraktion gefordert, Windenergieanlagen im Wald grundsätzlich zu verbieten. "Wälder dürfen keine Standorte für Windkraftanlagen sein. Sie sind komplexe Ökosysteme und Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Waldgebiete sind unverzichtbar für die Luftreinigung, den Wasserhaushalt sowie die Bodenfruchtbarkeit und dienen als Ruhe- und Erholungsräume", erläutert Daniel Rütter die Forderung der Liberalen.

Um dann zu ergänzen: "Die Flächeninanspruchnahme pro Windrad beträgt nach Berechnungen des Umweltbundesamtes bis zu 10 000 Quadratmeter. Dazu kommen Transport- und Wartungswege, für die mehrere Meter breite und hohe Schneisen in den Wald geschlagen werden müssen." Dieser Vorschlag wurde aber, so Rütter, ebenso abgeschmettert wie eine verbindliche Abstandsregelung der Windenergieanlagen zur Wohnbebauung. Rütter weiter: "Andere Bundesländer, wie Sachsen oder Bayern, haben klare Regelungen. Mindestens 1000 Meter muss dort der Abstand zur Wohnbebauung betragen. Das ist bürgerfreundlich und erhöht auch die Rechtssicherheit für mögliche Investoren."

Quelle: RP
 
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