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Kleve
Feuerwehr testet neues Fahrzeug

Kleve. Die Löschwagen können von weniger Personal bedient werden.

Die Feuerwehr Kleve bekommt ab Mitte Juli neue Löschfahrzeuge zum Test. Der Vorteil: Es werden weniger Personen benötigt. Denn gerade außerhalb von Großstädten sei häufig Personalmangel ein Problem. Immer mehr Technik muss von wenigen Einsatzkräften bedient werden, so die Feuerwehr.

Dagegen arbeitet das Konzept des "Mittleren Löschfahrzeuges" (MLF), dass ein gesundes Mittelmaß zwischen den typischen genormten Fahrzeugen darstellt. Zwei dieser Fahrzeuge werden bereits in ausgewählten Kommunen mit wissenschaftlicher Begleitung getestet. Daher waren auch Vertreter der Stadtverwaltung und der Feuerwehr zum Ministertermin mit Fahrzeugvorstellung zur Feuerwehr Ratingen geladen.

Die neuen Löschfahrzeuge überzeugten die Teilnehmenden mit ihrem Konzept: Die Staffelbesatzung, die bei Gruppenbesatzungen von neun auf sechs Personen reduziert wird, wird dadurch kompensiert, dass die verbaute Technik den Einsatzkräften viele Handgriffe abnimmt, die sonst nur durch eine Gruppe zu leisten wären. Neben der automatischen Schaummittelzumischung helfen der fest verbaute Lichtmast, die vereinfachte Leiterentnahme und der 1.000-Liter-Tank, der in vielen Fällen einen sofortigen Innenangriff zur Rettung von Personen auch ohne externe Löschwasserversorgung erlaubt. Auch ein Sprungpolster und hydraulisches Rettungsgerät zur technischen Hilfeleistung, etwa bei Verkehrsunfällen sind vorhanden.

Die Fahrzeugklasse ersetzt zwar kein großes Löschfahrzeug, das ist aber auch nicht das Ziel. Vielmehr soll ein neuer Weg gefunden werden, um in den wichtigen ersten Minuten an der Einsatzstelle schnell zu einem großen Einsatzwert zu kommen. Auch kleinere Einsätze können mit diesem Fahrzeugkonzept gut abgearbeitet werden.

Das Konzept hat das Potenzial, Freiwillige Feuerwehren durch die durchdachte Ausstattung weiter zu motivieren und so für die Zukunft nicht nur technisch, sondern auch personell gut aufzustellen.

Die neue Technik ist Teil des Projekts "Feuerwehrensache", das 2013 vom Ministerium für Inneres und Kommunales und des Verbandes der Feuerwehren in Nordrhein-Westfalen ins Leben gerufen wurde. Dadurch soll die Handlungsfähigkeit der Freiwilligen Feuerwehren gestärkt werden und auch neue Mitglieder angeworben werden. Zum Projekt gehört auch die technische Weiterentwicklung.

Quelle: RP
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