| 16.54 Uhr

Kleve
Flucht nach Arztbesuch: Psychatrie-Patient vor Gericht

Polizei sucht flüchtigen Forensik-Patienten in Goch
Polizei sucht flüchtigen Forensik-Patienten in Goch FOTO: dpa, rwe pzi
Kleve. Mit einem Revolver wurde im Mai ein in die Forensik eingewiesener Räuber von seiner Freundin befreit und lieferte sich ein spektakuläre Verfolgungsjags mit der Polizei. Am Mittwoch war der Prozessauftakt in Kleve. Von Peter Janssen

Die Anwälte der beiden Angeklagten verlasen Erklärungen, in denen die zur Last gelegten Vorwürfe weitgehend eingeräumt werden. Der 28-jährige Patient war im Mai während eines Arztbesuches in Kleve mit vorgehaltener Schusswaffe befreit worden. Er begründete seine Flucht mit der Angst vor einer Abschiebung in die Türkei.

Die 22-jährige Angeklagte soll damals vor der Arztpraxis auf den Mann gewartet und seine beiden Bewacher gezwungen haben, die Fesseln ihres Freundes zu lösen. Anschließend soll das Gangsterpärchen einen 75 Jahre alten wartenden Autofahrer aus seinem Wagen gezerrt haben und mit dessen Fahrzeug davongerast sein. Erst eine Woche später wurden die beiden festgenommen.

Der Mann hatte vor Antritt einer Haftstrafe in der forensischen Abteilung eines Landeskrankenhaus einen Drogenentzug gemacht. Er war wegen schweren Raubes zu sechseinhalb Jahren Haft verurteilt worden.
Dem Pärchen wird unter anderem besonders schwerer Raub mit Waffengewalt vorgeworfen.

 

Diskussion
Das Kommentarforum zu diesem Artikel ist geschlossen.