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Kleve
Flüchtlinge ziehen in das Post-Gebäude

Kleve. Die Bürgermeisterin lädt alle Nachbarn ein, die umgebaute Unterkunft zu besichtigen. Von Matthias Grass

Wie erwartet werden neue Flüchtlinge nach Kleve kommen. 300 Menschen, die aus ihrer Heimat fliehen mussten, muss die Verwaltung in der Schwanenstadt unterbringen. Das hatte die Bezirksregierung im Juni angekündigt und die Stadt Kleve hatte bereits im Vorfeld angesichts des ersten Ansturms unter anderem Flüchtlingseinrichtungen an der Nassauer Allee und im Gebäude der Post am Bahnhof geschaffen.

Ein Teil der seit Juni nach Kleve gekommenen Menschen konnten noch in den bereits aktiven Flüchtlingseinrichtungen untergebracht werden, erklärte gestern Jörg Boltersdorf, Sprecher der Stadt Kleve. Ab Montag werden die noch bis Ende September zu erwartenden Zuweisungen im Gebäude der Post am Bahnhof einziehen. Deshalb hat die Stadt Kleve alle Nachbarn des Gebäudes eingeladen, die Unterkunft zu besichtigen.

Bürgermeisterin Sonja Northing und Mitarbeiter der Stadt werden bei der Besichtigung allen gerne für Fragen und Antworten zur Verfügung stehen. Neben der Bürgermeisterin und städtischen Mitarbeitern wollen auch Vertreter von Rat, Verwaltung und von Initiativen und Verbänden während der Besichtigung dabei sein, erklärt Boltersdorf. Die Bürgermeisterin, der Rat und die Verwaltung wollen so die Anwohner auf die neuen Nachbarn vorbereiten. "Diese Transparenz als auch ein vorurteilsfreies Begegnen mit den uns zugewiesenen Asylbewerbern und Flüchtlingen sind unabdingbare Voraussetzungen für eine gelingende Integration", sagt der Stadtsprecher. Darin seien sich Rat und Verwaltung einig.

Räumlichkeiten wie die in der Post, die neben der Unterbringung auch die Möglichkeit der Begegnung bieten sowie das nahezu ungebrochene Engagement der Ehrenamtler könnten da positive Effekte auslösen, erklärt Boltersdorf. Wenn die zugewiesenen Flüchtlinge in der Unterkunft neben dem Bahnhof angekommen sind, möchte die Stadt im Oktober ein gemeinsames Willkommensfest für Asylbewerber, Nachbarn und Bürger der Stadt organisieren. Die Post wurde nach mehrmonatigen Bauarbeiten zur Flüchtlingsunterkunft umgestaltet.

Quelle: RP
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