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Kleve
Flüchtlingssituation könnte ein Risiko für Klever Haushalt werden

Kleve. 603 Asylbewerber sind Kleve derzeit zugewiesen. Um eine adäquate Unterbringung für sie zu gewährleisten, hat die Stadt mehr als 60 Wohnungen angemietet. Darüber informierte Kämmerer Willibrord Haas anlässlich der öffentlichen Sitzung des Sozialausschusses am vergangenen Donnerstag. Des Weiteren sei in Planung, in Zukunft für bis zu 1300 Asylbewerber Wohnraum zur Verfügung stellen zu können. Genaueres dazu wird die Stadt am Montag, 29. Februar, ab 19 Uhr in der Stadthalle bei einer Bürgerversammlung erläutern. Von Saskia Nothofer

Auch könnten laut Haas Neubauten entstehen. Allerdings sei der tatsächliche langfristige Bedarf ungewiss, da für die Flüchtlinge keine Residenzpflicht besteht. Der Bedarf könne zum großen Teil auch über den freien Markt gedeckt werden.

Zu den Kosten im Haushalt teilte der Kämmerer mit, dass die Ausgaben für die Asylbewerber bei einer Summe von 6,3 Millionen Euro liegen, die Erträge allerdings nur bei 4,6 Millionen Euro. "Es besteht also durchaus ein finanzielles Risiko für den Haushalt", sagt Haas.

Zwar habe das Land den Kommunen pro Flüchtling 10.000 Euro zugesprochen, dies beziehe sich aber nur auf die zum 1. Januar 2016 zugewiesenen Asylbewerber. Für diejenigen, die zusätzlich nach Kleve kommen, bekomme die Stadt kein Geld.

Auch das Thema Integration wurde bei der Sitzung besprochen. So sollen ab dem 1. März dreimonatige Kurse für die Asylbewerber angeboten werden. Neben dem Deutschlernen soll hier auch die Region erkundet werden. Zudem können weitere Angebote, wie etwa Sport oder Kochen wahrgenommen werden.

Nicht zuletzt soll auch die gemeinnützige Arbeit gefördert werden. Vor allem Patenschaften oder das Betreuen von Wohngemeinschaften soll gefördert werden. "Damit die Asylbewerber optimal unterstützt werden können", sagt Haas. Zudem gebe es Gespräche mit Unternehmen in der Region, um die Förderung von Praktika und Ausbildungen von Flüchtlingen in solchen zu gewährleisten.

Quelle: RP
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