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Kleve
Förderer der Freundschaft

Kleve: Förderer der Freundschaft
Wieslaw Lewicki überreichte Wladyslaw Pisarek die Auszeichnung in Aachen. FOTO: RPO
Kleve. Wladyslaw Pisarek, Vizevorsitzender des Bundes der Polen in Deutschland und Vorsitzender der polnischen Gemeinde in Kleve wurde im Krönungsfestsaal des Aachener Rathauses geehrt. Von Werner Stalder

Es war eine hohe Auszeichnung, die Wladyslaw Pisarek, Vizevorsitzender des Bundes der Polen in Deutschland und Vorsitzender der polnischen Gemeinde in Kleve, im Krönungsfestsaal des Aachener Rathauses entgegennehmen konnte. Der Preis "Polonicus", gestiftet vom Polnischen Kongress in Deutschland, wird jährlich für die Verbesserung des deutsch-polnischen Verhältnisses, für die Förderung der polnischen Kultur sowie für die Erhaltung des positiven Bildes über Polen verliehen. Die Polonia-Gala bildete den festlichen Höhepunkt des "Europäischen Tages der Polonia" und schaffte auch den glanzvollen Rahmen zur Verleihung der Polonia-Auszeichnung "Polonicus 2011".

Der große Augenblick

Neben Pisarek, der den außergewöhnlichen Preis in der Kategorie "Polnische Organisationen" erhielt, würdigte die Polonia in diesem Jahr Professor Karl Dedecius in der Kategorie "Kultur" und die Staatsministerin Cornelia Pieper in der Kategorie "deutsch-polnischer Dialog". Der "Ehren-Polonicus" wurde an den Historiker Professor Norman Davies verliehen. Bei der Preisverleihung, die vom Streichorchester Musici Brusellencis, Dirigentin Prof. Zofia Wistocka, eindrucksvoll begleitet wurde, waren namhafte hohe Vertreter aus Politik, Diplomatie und Kultur aus dem In- und Ausland anwesend, darunter der Vize-Außenminister der Republik Polen. Nach der Begrüßung durch einen Repräsentanten der Stadt Aachen und durch Würdigungen deutscher und polnischer Ehrengäste kam für den Klever Wladyslaw Pisarek der große Augenblick, dass er aus den Händen des Vorsitzenden der Jury des Polonicus-Preises und Präsidenten des Polnischen Kongresses in Deutschland, Wieslaw Lewicki, die wunderbare Bronzefigur und Urkunde entgegennehmen konnte. Pisarek emigrierte im Mai 1981 nach Deutschland und engagierte sich kurz darauf im Bund der Polen in Kleve. Er arbeitete aktiv für die Zusammenarbeit zwischen den Städten Kleve und Gnesen. Anfang der 80er Jahre organisierte er humanitäre Hilfe für die leidenden Menschen in seiner Heimat. Auf seine Initiative gehen große bedeutsame, deutsch-polnische Veranstaltungen in Kleve zurück. In der Laudatio heißt es: "Der Ausgezeichnete hat über viele Jahre das Leben der Polonia über seine neue Heimat Kleve hinaus mit großem Engagement und Erfolg organisiert". Nach der Entgegennahme des Preises sagte Pisarek tief bewegt: "Genau vor 30 Jahren kam ich in die Stadt, die mit der Geburt Kaiser Otto III. verbunden ist, und heute darf ich in Aachen, wo der Kaiser seine letzte Ruhestätte gefunden hat, den hohen Preis entgegennehmen". Seine ganze Vision in diesen langen Jahren sei das Bestreben gewesen, die deutsch-polnische Freundschaft zu fördern.

Quelle: RP
 
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