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Kreis Kleve
Französisches Flair beim Radwandertag

Kreis Kleve: Französisches Flair beim Radwandertag
Gemeinsam für den Radwandertag: In diesem Jahr fällt dieser Tag mit zahlreichen Stadtfesten und Jubiläen zusammen. FOTO: Gottfried Evers
Kreis Kleve. Zum 26. Mal findet "die größte Fahrradtour Deutschlands" statt. 30.000 Teilnehmer steigen dafür am gesamten Niederrhein am 2. Juli auf den Drahtesel. Die Tour de France und viele Stadtfeste sorgen für besondere Akzente. Von Bianca Mokwa

Eine neue Tour verbindet das Großereignis Tour de France mit der gemütlicheren Variante, dem Niederrheinischen Radwandertag. Die führt von Kerken über Krefeld zu Kerkens Fahrradpartnerstadt Meerbusch. Meerbusch ist am 2. Juli eine Durchgangsstation der Tour de France. "Bonjour Le Tour - Et Rétour" heißt deswegen die 100 Kilometer lange Strecke für die niederrheinischen Radwanderer. Wer nicht zurückradeln will, der kann mit der Nordwestbahn zurück nach Kerken fahren, nennt Nicole Thissen von der Gemeinde Kerken eine mögliche Option.

Am 2. Juli werden sich wieder rund 30.000 Teilnehmer am gesamten Niederrhein auf den Drahtesel schwingen und losradeln. Gerade aus dem Süden des Niederrheins, aus Mönchengladbach, Neuss und Düsseldorf, machen sich die Fahrradbegeisterten auf den Weg, berichtet Manon Loock-Braun und nennt auch gleich das Erfolgsrezept. Sie nennt es das Rund-um-Sorglos-Paket, das der Niederrheinische Radwandertag bietet. Die Radfahrer brauchen an diesem Tag keine Karte mitschleppen, sondern müssen einfach nur den Pfeilen hinterherfahren. Die 16 Städte und Gemeinden im Kreis Kleve gestalten den Niederrheinischen Radwandertag immer als besonderes touristisches Ereignis. In diesem Jahr fällt dieser Tag mit zahlreichen Stadtfesten und Jubiläen zusammen.

Da ist zum einen natürlich Kleve mit seiner 775-Jahr-Feier. "Die wohl längste Kulturmeile am Niederrhein", verspricht Birgit van den Boom von der Stadt Kleve. Die Besucher der Schwanenstadt erwartet am 2. Juli ein zehnstündiges Programm mit Theater, Lesungen, Performance und mehr. An einem eigenen Stand wird eine kostenlose Fahrradwerkstatt eingerichtet.

Das Wallfahrtsjubiläum ist das bestimmende Element im Kevelaerer Veranstaltungskalender. Und weil es so typisch Kevelaer ist, wird es zum Abschluss des Niederrheinischen Radwandertages eine Fahrradsegnung auf dem Kapellenplatz geben. "Pause machen ist in diesem Jahr angesagt", läutet Bernd Pool vom Kevelaerer Stadtmarketing ein anderes Thema ein. Von 10 bis 18 Uhr wird es dazu Programm auf dem Peter-Plümpe-Platz geben. Unter anderem wird es einen bewachten Fahrradparkplatz geben, eine touristische Informationsmeile und eine Freiluftmesse. Verschiedene Fahrräder werden präsentiert, unter anderem Spezialräder und natürlich auch E-Bikes.

Die machen auch manche Neuerung erforderlich, zum Beispiel längere Routen, erklärt Manon Loock-Braun von der Stadt Emmerich. Einige der insgesamt 27 Routen der 16 Städten und Kommunen im Kreis Kleve sind übrigens grenzüberschreitend. "Wir erwarten auch viele niederländische Gäste", sagt Margret Linßen von der Stadt Straelen. Sie weist auf ein besonders familienfreundliches Angebot hin: Die Bayon-Route ab Straelen führt nach Kastanienburg. Hüpfburg, Trampolin und eine Runde über den Schmugglerpfad bieten eine Abwechslung zum Radeln. Neu ist die Napoleon-Route, die über Herongen, Nettetal und Wachtendonk führt. "Napoleon hat uns die Nordkanalschleuse hinterlassen", erklärt Margret Linßen den historischen Bogen, der sich nun in einer Fahrradstrecke manifestiert.

Neu ist auch die Route 70, die ab Kranenburg losgeht. Auch die Kranenburger feiern am Tag des Niederrheinischen Radwandertages. Sie veranstalten ihren Stüppkesmarkt und "die Maus" kommt.

Wem die Temperaturen am Niederrhein zu tropisch sind, der kann seine Füße am späten Nachmittag in den Sand stecken. Geldern wird nämlich ein Wochenende lang karibisch, der Marktplatz verwandelt sich in eine Strandbar. Auf der Internetseite von Niederrhein-Tourismus gibt es eine Übersicht über alle Städte und Kommunen. Zum Aufwärmen gibt es schon einmal ein Fahrradquiz, das unter www.kleve-tourismus.de heruntergeladen oder im Büro der Klever Touristeninformation abgeholt werden kann.

Quelle: RP
 
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