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Kranenburg
Freie Fahrt in die Niederlande: Grenze am Hettsteeg geöffnet

Kranenburg. Nach elf Jahren wurde der Übergang zunächst wieder freigegeben. Eine gerichtliche Entscheidung steht noch aus, damit die Öffnung von Dauer ist. Von Peter Janssen

Europa wächst weiter zusammen. Zumindest in Kranenburg. Elf Jahre war der Übergang am Hettsteeg in die Niederlande für den Autoverkehr gesperrt. Seit der vergangenen Woche ist das Hindernis weg, das mitten auf Straße stand. Der Betonblock sorgte dafür, dass Autofahrer nur, wenn überhaupt, mit erheblichen Schäden an ihrem Fahrzeug über den Hettsteeg auf die Cranenburgsestraat fahren konnten.

Doch ist noch nicht abschließend geklärt, ob die Befürworter der Öffnung sich jetzt lebenslänglich über den freien Autoverkehr freuen können. So gilt es noch eine gerichtliche Entscheidung abzuwarten.

2004 war der Übergang für Fahrzeuge geschlossen worden. Fahrradfahrer konnten an dieser Stelle jedoch jederzeit in die Niederlande fahren. Zwei Jahre später wurde dann in einer symbolträchtigen gemeinsamen Sitzung der Räte von Groesbeek und Kranenburg beschlossen, an dieser Stelle die Einreise ins Nachbarland für den Pkw-Verkehr wieder freizugeben. Neun Jahre nach der Sitzung ist es soweit: Seit der vergangenen Woche kann man die wesentlich kürzere Verbindung von Kranenburg nach Groesbeek wieder nutzen. Ob dieser Weg auch schneller - und vor allem entspannter ist - ist, als die bisherige Route über Wyler, wird sich zeigen. Die Niederländer haben nämlich reichlich Hindernisse auf der Straße verteilt, um die Fahrbahn zu verengen. Zudem gilt im Nachbarland auf der Cranenburgsestraat Tempo 30, auf der deutschen Seite sind hingegen 50 Stundenkilometer erlaubt.

Besondere Aufmerksamkeit muss man auch den zahlreichen Radfahrern schenken, da die Verbindung für diese Verkehrsteilnehmer eine äußerst beliebte ist. Möglich wurde die Öffnung durch die Entscheidung eines niederländischen Gerichts, der Arnhemse Rechtbank. Grund für die Schließung war damals die entlang der Straße vorkommende Steinkauz- und Schleiereulen-Populationen. Sie sollte in ihrem Bestand gefährdet sei, falls das Verkehrsaufkommen weiter steigt. Jetzt ist dies offenbar nicht mehr der Fall. Ein Grund, für die jetzt problemlose Einreise, ist wohl auch, dass die Geschwindigkeit auf niederländischer Seite auf 30 Stundenkilometer begrenzt wurde. Dies war immer eine Voraussetzung für die Grenzöffnung.

Quelle: RP
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