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Kranenburg-Wyler-Niederrhein
Freundschaft heilt, was Grenzen teilen

Kranenburg-Wyler-Niederrhein: Freundschaft heilt, was Grenzen teilen
Die Bürgermeister Mark Slinkman (l.) und Günter Steins führten Flaggenbänder um das Wegekreuz. FOTO: Klaus-Dieter Stade
Kranenburg-Wyler-Niederrhein. Die Lionsclubs Keizer Karelstad Nijmegen und Niederrhein haben ein Wegekreuz am Wyler Meer errichtet. Von Werner Stalder

Nachdem die Lionsclubs Keizer Karelstad Nijmegen und Niederrhein seit mehr als zwölf Jahren eine gemeinsame Freundschaft verbindet, hatten sich die beiden Clubs entschieden, ein neues gemeinsames Wegekreuz am Wyler Meer auf der deutsch-niederländischen Grenze zu errichten. Der 3,80 Meter hohe Wegweiser trägt die Inschrift: "Laat vriendschap helen, wat grenzen delen" - "Lasst Freundschaft heilen, was Grenzen teilen." Die Richtungen zeigen dabei nach Deutschland und zu den Niederlanden.

Die Enthüllung durch die beiden Bürgermeister Günter Steins aus Kranenburg und Mark Slinkmann aus der Gemeinde Berg en Dal erfolgte an dem Tag, an dem die größte Luftlandeaktion der Geschichte erfolgte, um dieses Gebiet von den Nazis zu befreien. Der Bauhof Kranenburg übernahm die Erstellung des Fundamentes und das Aufstellen des großen Wegekreuzes. Die Bürgermeister nahmen beherzt die beiden Flaggenbänder in den deutschen und niederländischen Farben und führten sie gekonnt um den Pfahl des Wegweisers zur Einheit zusammen.

Der Sprecher des Lionsclubs Keizer Karelstad Nijmegen, Cyril Driessen, betonte, eigentlich sei es kein "Wegweiser", sondern ein "Kommweiser", denn es gehe nicht um ein "Weggehen", sondern um ein "Zusammenkommen." "Es geht nicht um das "Verschiedene", sondern um das "Gemeinsame", sagte er. Der Präsident des Lionsclubs Niederrhein, Dr. Manfred Joseph, freute sich über den "kleinen Akt der Völkerverständigung" mit dem Ergebnis einer freundschaftlichen Zusammenarbeit von Nachbarn. Er kritisierte die gegenwärtigen nationalistischen rückwärts gewandten Schritte zur Beschränkung der freien Märkte. Europa wachse zusammen: "Wo Menschen sich früher argwöhnisch beäugt haben, leben und arbeiten sie heute diesseits und jenseits der Grenze." Der Redner zeigte dabei die Entwicklung der Grenzen in der Geschichte des Niederrheins auf.

Der Präsident bedankte sich bei Cyril Driessen, Jan Willem van der Hogen, Peter Verstraeten und Jaap Dickmann aus den Niederlanden, sowie auf deutscher Seite bei Axel Meuser, Dr. Klaus Plein und Prof. Dr. Berthold Reers für ihr Engagement, "denn was hier die Mitglieder aus beiden Clubs in nachbarschaftlicher Kooperation auf die Beine gestellt haben, ist gelebtes Europa, ist gelebte Freundschaft und Frieden." Am Nachmittag der denkwürdigen Einweihung war eine erste gemeinsame Wanderung der Mitglieder und Familien der beiden Lionsclubs und eingeladener Freunde. Diese Wanderung soll im Herbst eines jeden Jahres wiederholt werden.

Quelle: RP
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