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Kleve
Für jeden das richtige Fahrrad finden

Kleve: Für jeden das richtige Fahrrad finden
Die Vielzahl der Radtypen auf dem Markt schier unendlich. Markus Daute vom gleichnamigen Fahrradhaus in Kleve präsentiert einige Exemplare. FOTO: Klaus-Dieter Stade
Kleve. Die riesige Auswahl der unterschiedlichen Fahrradtypen auf dem Markt machen es schwierig, das richtige Bike für sich zu finden. Deshalb empfiehlt sich eine kompetente Beratung im Fachhandel. Die RP stellt die verschiedenen Typen vor. Von Beate Wyglenda

Alle Fahrräder haben zwei Räder, einen Sattel, Rahmen und Lenker. Damit haben sich die Gemeinsamkeiten aber auch erschöpft. Von Citybikes, Mountainbikes bis zu Trekkingrädern ist die Vielzahl der Radtypen auf dem Markt schier unendlich. Umso schwieriger ist die Auswahl. Welches Rad das passende für einen selbst ist, entscheidet die Antwort auf die Frage: Wo will ich fahren und wie will ich vorankommen?

Das versucht auch Markus Daute vom gleichnamigen Fahrradhaus in Kleve, bei Kundenberatungen stets zu ermitteln. "Der erste Schritt zum richtigen Fahrrad ist im Gespräch herauszufinden, was man mit diesem machen will", sagt er. Hierzu unterteilt Daute auch nicht in etliche Typen, sondern gliedert anfangs in drei Grundarten: Tourenrad, Sportrad und Tourensportrad.

Zu dieser Kategorie gehören Citybikes, Touren- und Hollandräder. Allen gemeinsam ist die bequeme und entspannte Sitz-position zwischen null und 30 Grad Neigung zum Lenker. "Diese Räder sind auf Komfort ausgerichtet und eignen sich für jeden, der gemütlich fahren will", erklärt Daute. Der Einstieg ist tief, der Lenker im Vergleich zu anderen Rädern viel höher, der Sattel in der Regel viel breiter und es kann ein Korb angebracht werden. Die aufrechte Sitzhaltung ermöglicht zudem einen guten Überblick über den Straßenverkehr. "Es sind ideale Räder für komfortorientiertes Fahren auf Kurzstrecken und für kleine Radausflüge. Auf ihnen kommt man zwar nicht schnell voran, man kann aber lange drauf sitzen", sagt der Fachmann. Sonntagsausflüge über Land sind definitiv drin, für lange Radreisen oder Touren mit Steigungen sind die Räder allerdings weniger geeignet. Denn die robuste Bauweise, gerade bei den Hollandrädern, macht diese Radtypen verhältnismäßig schwer. Gewicht, das bei langen Strecken die Kräfte aufzerrt. Das gleiche gilt für die zwar gemütliche, aber windschnittig ungünstige Sitzposition. "Deshalb werden diese Radtypen auch zunehmend von E-Bikes abgelöst", sagt Daute.

Diesen Bereich decken insbesondere Trekkingräder ab. Als Fahrräder für alle Fälle eignen sie sich gleichermaßen für Alltag und Reisen, für Kurz- und Langstrecken. Rund anderthalb Millionen Stück werden davon pro Jahr verkauft. Damit sind die in der Geometrie den Rennrädern ähnlichen Bikes die Verkaufsschlager in deutschen Fahrradläden. Doch gerade bei diesem Radtyp gibt es auch recht unterschiedliche Eigenschaften und Detail-Ausstattungen. Als leichte Speed-Trekking-Variante beispielsweise kann man vor allem zügig von A nach B gelagen, "optimal, um etwa täglich mit dem Rad zur Arbeit zu fahren", so Daute. Um Gewicht zu sparen, muss man jedoch auf Komfort verzichten, wie eine gefederte Vorderradgabel. Diese ist aber wiederum wichtig, wenn man mit dem Trekkingbike auch abseits asphaltierter Straßen in mäßigem Gelände gut fahren will. Mit der passenden Schaltung bis zu 30 Gängen sind auch steile Berge kein Problem. Kurz: Je nach Bauart kommt das Trekkingrad mal komfortabel oder eher sportlich daher. Ein ausgiebiges Beratungsgespräch mit dem Fachmann ist daher ratsam.

So unterschiedlich die Sportarten so verschiedenen die Spoträder: Rennräder, Mountainbikes oder BMX gehören zu den bekannteren Typen. Für den Alltagsgebrauch ist allerdings keiner davon wirklich geeignet. Sowohl die Geometrie und die Fahreigenschaften als auch die Sitzposition sind gewöhnungsbedürftig und haben mit Komfort wenig zu tun. "Diese Räder sind eben für sportlich ambitioniertes oder leistungsorientiertes Fahren ausgerichtet." Hinzu kommt, dass Sporträder in der Regel keine verkehrstüchtige Ausstattung haben. Gerade Rennräder kommen meist "nackt" daher. "Von Reflektoren über die Beleuchtung bis zur Klingel fehlt alles, was die Verkehrsordnung vorschreibt, um das Rad möglichst leicht zu halten", sagt Daute. Denn Leichtigkeit ist Trumpf, wenn man damit Geschwindigkeiten von bis 50 Stundenkilometern erreichen will. Im Gegensatz zu Rennrädern, die sich mit ihren schmalen Reifen nur für asphaltierte Straße eignen, sind Mountainbikes gerade für das Gelände konzipiert. Mountainbikes sind stark gefedert, haben grob profilierte und dicke Reifen, eine bis zu 30 Gang Schaltung und eine niedrigere Rahmenhöhe. So ausgestattet überwinden sie jeden Stein - aber auch jede Bordsteinkante, weshalb einige Liebhaber diesen Radtyp gerne im normalen Straßenverkehr benutzen. Problem: Die dicken Reifen haben einen starken Reibungswiderstand, was sie im Gegensatz zu etwa Citybikes auf normalen Straßen schwerfälliger macht.

Quelle: RP
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