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Windpark Kranenburg
Gefahr für Greifvögel

Kleve. Es ist ein eindringlicher Appell: Die Pläne, im Reichswald eine Vorrangzone für zwölf Windkraftanlagen auszuweisen, sollten möglichst schnell beendet werden. Die Aufforderung kommt von dem Verein Nordrhein-Westfälische Ornithologengesellschaft (NWO), der in einem Schreiben erhebliche Bedenken gegen das Vorhaben äußert. Empfänger des Briefs (liegt der Redaktion vor) ist unter anderem der Rat der Stadt Kleve.

Doch wird vor allem auf das Kranenburger Projekt Bezug genommen. So heißt es unter anderem in dem vier Seiten umfassenden Papier "...wir raten dringend davon ab, die Planungen einer Konzentrationszone im Reichswald weiter zu verfolgen...". Gründe führen die Vogelkundler etliche an. Besonders Greifvögel, die zu den windkraftsensiblen Arten gehören, seien am häufigsten unter den Schlagopfern. Seit 1969 erfassen Mitglieder die Bestände.

Der Reichswald sei ein Greifvogeldichtezentrum heißt es und darum besonders wertvoll. Etliche Arten führen die Ornithologen auf, mit denen es mehr als nur Probleme geben wird. So etwa Habicht, Wespenbussard oder Mäusebussard - Tiere, die der Projektentwickler Abo Wind in einer zweiten Artenschutzprüfung vertiefend untersuchen will. Aus Sicht der Ornithologen kann sich der Anlagenbauer das Vorhaben schenken.

Für sie ist klar, dass es aufgrund der Bedeutung des Reichswaldes für Greifvögel nie zur Rodung und Bau der Türme kommen wird. Mit ihrem Fachwissen wollen die Naturschützer den Projektbeteiligten uneigennützig Hinweise geben, warum es ratsam ist, vom Bau der Anlagen Abstand zu nehmen. Denn ihr Anliegen ist es, bei allen Beteiligten für Planungssicherheit zu sorgen. (peja)

Quelle: RP
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