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Kalkar-Appeldorn
Geld spenden für den Schul-Kletterspaß

Kalkar-Appeldorn: Geld spenden für den Schul-Kletterspaß
Das Klettergerüst ist bei den Schülern der Heinrich-Eger-Schule sehr beliebt, es müsste allerdings mal aufgepeppt werden. Auch die Gummiplatten, die als Fallschutz dienen, müssten dringend erneuert werden. FOTO: Stade
Kalkar-Appeldorn. Der Förderverein der Heinrich-Eger-Schule möchte mit Hilfe von "Crowdfunding" das in die Jahre gekommene Klettergerüst auf dem Schulhof aufmotzen. Für jede fünf Euro, die jemand spendet, legt die Volksbank zehn Euro dazu. Von Anja Settnik

An den eisernen Kletterteilen, die den Schulhof der Appeldorner Grundschule zieren, haben sich schon Generationen von Kindern hinauf gezogen und sind wieder herunter gerutscht. An den Reckstangen haben sie Felgaufschwung, Knieschaukel und die gute alte "Mühle" geübt. Die meisten Eltern der heutigen Grundschüler kennen das Gerüst aus eigener Spielerfahrung. "Es steht sicher 30 Jahre, vielleicht auch länger hier", sagt Constanze Knaak, die Vorsitzende des Fördervereins Heinrich-Eger-Schule Appeldorn, die selbst ein Kind auf dieser Schule hat. Der Verein möchte das in die Jahre gekommene Klettergerüst nun aufpeppen. "Nicht etwa abschaffen, denn nach allem was man hört, mögen die Kinder ihre Kletterstangen", erzählt sie. Aber ein paar Ergänzungen sollten sein.

"Dringend nötig wäre eigentlich ein neuer Fallschutz", sagt Knaak. Denn die Gummiplatten, mit denen der Tobebereich seit vielen Jahren ausgelegt ist, sind hart und brüchig geworden, die Seitenränder wölben sich hoch, eine nennenswerte Dämmung ist nicht mehr zu spüren. Vielleicht könne die Stadt da mal tätig werden, so die Hoffnung. "Als Förderverein schauen wir aber nicht nur auf die Stadt Kalkar, sondern wollen uns selbst engagieren", versichert die Vorsitzende. Sie ist auf das "Crowdfunding" aufmerksam geworden, das die Volksbank Kleverland anbietet. Die besondere Spendenaktion soll helfen, die Wünsche der Schulgemeinschaft umzusetzen.

"Das Crowdfunding funktioniert so: Für jede fünf Euro, die jemand spendet, legt die Voba zehn Euro dazu. Wir haben als benötigte Summe 2500 Euro angesetzt und die Hälfte davon schon beisammen", sagt Knaak. Bareinzahlungen sind bei der Volksbank in Kalkar und Kleve möglich, ansonsten kann man überweisen oder im Internet über Giropay zahlen. Sollte die Spendensumme 2500 Euro überschreiten, ist das kein Problem: "Der Förderverein braucht für viele seiner Angebote Geld, zum Beispiel für Aktionen rund ums gesunde Frühstück oder für ,Mut tut gut'-Kurse", erzählt Knaak.

Das Klettergerüst soll um ein Balancier-Seil und um schwingende Teller ergänzt werden. Auf der Wiese vor dem Sportplatz, von der Grundschule als zweiter Spielplatz genutzt, möchte der Förderverein eine Kletterwand anbringen, die der Sportverein erworben hat. Mit einem neuen Spielturm samt Rutsche, die auf dem städtischen Bauhof bereits auf ihre Montage warte, seien Appeldorns Schulkinder, von denen viele auch den offenen Ganztag besuchen, dann wieder gut mit Spielmöglichkeiten versorgt.

Nicht zuletzt hofft die Schulgemeinde, dass die so kinderfreundlich ausgestattete Heinrich-Eger-Grundschule künftig wieder bei mehr Eltern Akzeptanz findet und die Stadt keinen Anlass hat, über eine künftige Schließung nachzudenken. Denn wenn die Anmeldezahlen der Schule ausreichen, kann auch eine einzügige Grundschule bestehen bleiben.

Constanze Knaak hofft, dass die Stadt Kalkar demnächst auch mal ein, zwei Flüchtlingsfamilien in Appeldorn unterbringt. "Wir hier freuen uns über jedes Kind, während Wissel nicht mehr weiß, wo es die Schüler unterbringen soll."

Quelle: RP
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