| 14.34 Uhr

Kleve
Geldkarten im Blick behalten

Kleve. Diebe eignen sich in Kleve immer wieder EC-Karten an, um damit Geld von fremden Konten abzuheben. Auch wenn keine Häufung der Fälle festgestellt werden kann, lassen sich die Diebstähle leicht verhindern. Von Guido Schwartges

Immer wieder kommt es in Kleve zu Missbrauchsfällen von EC-Karten. Diebe versuchen dabei mehr oder weniger erfolgreich mit geklauten Geldkarten Bargeld an Geldautomaten von fremden Konten abzuheben. "Das kommt nicht so selten vor", bestätigte auf RP-Anfrage Heinz van Baal, Pressesprecher der Kreispolizei Kleve. Eine Häufung solcher Fälle in letzter Zeit sieht der Erste Polizeihauptkommissar allerdings nicht.

Geheimzahl geheim halten

Wie die Diebe an die Karten kommen ist dabei sehr unterschiedlich. "Das sind Fälle, bei denen Fahrzeuge aufgebrochen wurden, oder Geldbörsen im Supermarkt gestohlen wurden", nennt der Polizist zwei Beispiele. Anschließend versuchen die Diebe dann Geld am Automaten zu ziehen. Die Polizei warne immer wieder davor, Wertgegenstände im Auto liegen zu lassen. Friedhöfe oder Parkplätze von Einkaufszentren seien beispielsweise typische Orte, wo so etwas passiere. In Kleve seien es vermehrt genau solche Fälle, die zu den anschließenden Missbrauchsversuchen führten. Daneben gibt es auch noch Versuche, die entsprechenden Informationen auszuspähen, solche Fälle seien es laut van Baal in der Region aber derzeit nicht.

"Nur mit der Karte alleine können Fremde nichts anfangen", betont Ulf Maassen, Abteilungsleiter EDV Organisation bei der Volksbank Kleverland. Deshalb ist es so wichtig, die eigene Geheimzahl auch wirklich geheim zu halten. Eine besondere Häufung von entsprechenden Missbrauchsfällen sehen Ludger Braam von der Sparkasse Kleve und Maassen für die Volksbank Kleverland in ihrem Einzugsgebiet nicht. Die Kunden seien sicherheitsbewusster geworden.

Wie es nach dem Diebstahl und der unerlaubten Abhebung weitergeht? "Wer seine Karte sperren lässt, haftet bis zu diesem Zeitpunkt nur bis 150 Euro", erklärt Braam. Wenn der Kunde seine Sorgfaltspflicht nicht verletzt hat, braucht er häufig aber auch diese nicht selbst zu bezahlen. Auch bei der Volksbank springt die Versicherung ein. In wieweit der jeweilige Kunde selbst für den Schaden aufkommen muss, ist dabei im Einzelfall von der Fahrlässigkeit des Diebstahls abhängig.

Keine konkreten Zahlen

Genaue Zahlen, wie oft EC-Karten widerrechtlich eingesetzt werden, können beide Banken nicht beziffern. Sicher ist, dass die Diebstähle neben dem materiellen Schaden auch immer viel Arbeit für die Geschädigten bringen.

Quelle: RP
 
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Kleve: Geldkarten im Blick behalten


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.