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Kleve
Gesamtschüler malen Klever Promis

Kleve: Gesamtschüler malen Klever Promis
Lehrerin Kerstin Brendgen (Mitte) und ihre Kollegen Jutta Poorten (4.v.links), Verena Voss (vordere Reihe 2.v.rechts) und Kay Fischer (hinten, 2. v, rechts) und Schüler der Gesamtschulen präsentieren eine Auswahl ihrer Promi-Porträts. FOTO: Klaus-Dieter Stade
Kleve. 100 Bilder von Prominenten: Die Schüler der beiden Gesamtschulen malen die Menschen, die die Kreisstadt auszeichnen. Von Beuys über Moritz von Nassau bis hin zu Elsa. Sie werden ab Donnerstag ausgestellt. Von Matthias Grass

Wenn der Kabarett-Promi Ingo Appelt am Donnerstag zu seinem Aufführungsort im Spiegelzelt auf der Schützenhaus-Wiese hinterm Klever Tiergarten schreitet, wird er Promis zu sehen bekommen. Jede Menge. Denn die Kreisstadt ist reich an Persönlichkeiten, die über die Jahrhunderte hinweg das Leben in der Stadt mitgeprägt haben. Da sind die Herzöge, da sind aber auch Industrielle wie Simon van den Bergh und Gustav Hoffmann oder der Erfinder Karl Kisters, da sind die Sagengestalten wie Elsa (oder Beatrix). Nicht zu vergessen Johanna Sebus oder auch der ehemalige RP-Fotograf Fritz Getlinger, der die Nachkriegszeit so eindringlich dokumentierte. Sie alle machen irgendwie das große Ganze aus, das sich Kleve nennt.

Das wissen auch die Schüler der beiden Klever Gesamtschulen: Sie malen deshalb die Großen der Stadt. Anhand von Fotos, anhand von alten Bildern, realistisch oder impressionistisch. Zu sehen sind die Gemälde ab Donnerstag entlang des Wegs zum Spiegelzelt, entlang der Klever "Kulturmeile" zum 775. Geburtstag der Stadt in einer großen Open-Air-Ausstellung mit dem Titel "100 Bilder von Klever Persönlichkeiten".

"Wir haben an den beiden Schulen in vier Gruppen daran gearbeitet", sagt Kerstin Brendgen, Lehrerin an der künftigen Josef-Beuys-Gesamtschule Kleve. Klar, dass der Namengeber der Schule auch auf den Leinwänden zu finden ist. Der Mann ist unverkennbar - selbst wer ihn nicht kennen sollte, kennt sein Attribut: den Hut. Aber auch andere Prominente, die nicht wirklich Klever sind, aber deren Arbeit für Kleve bedeutend ist, wie der Akademie-Professor Ewald Mataré, haben eine Leinwand bekommen. Mataré, dessen toter Krieger vor der Stifts-Kirche aufgebahrt ist und dessen Name das Klever Museum im Titel trägt, gibt's als Porträt. Das Attribut, das für den großen Bildhauer steht, ist natürlich auch dabei: die Kuh. "Die leuchtet orange aus dem Bild heraus", sagt Brendgen. Gemalt wurden die Bilder mit Acryl-Farben, aber auch Aquarelle sind dabei. Deshalb müssen alle fertigen Leinwände, bevor sie unter freiem Himmel ausgestellt werden, einen Firnis bekommen. So, wie ihn früher die Maler auch über ihre großen Gemälde gezogen haben, lernen die Schüler. Am Abend müssen die Bilder dann zum Schutz ins Spiegelzelt gestellt werden.

Für die Auswahl der Prominenten hat Kerstin Brendgen tief in den Klever Archiven gewühlt, ist mit ihren Schülern das Klever "Personal" durchgegangen, das die Jungen und Mädchen der Schule dabei auch kennengelernt haben. Es war ja schließlich ein großes Unterrichtsprojekt, das jetzt fertig sein muss, denn ab morgen werden die Bilder ausgestellt. Die Leinwände hat Max Knippert von der freien Klever Szene organisiert, die auch die Kulturmeile auf die Beine gestellt hat.

"Vielleicht schaffen wir es sogar, die Bilder oder eine Auswahl auch im Rathaus zu zeigen", plant Kerstin Brendgen.

Quelle: RP
 
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