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Kleve
Gesamtschule Rindern an neuem Ort

Kleve: Gesamtschule Rindern an neuem Ort
Bürgermeisterin Sonja Northing (links) übergab die Schlüssel für das Interimsschulgebäude an Schulleiterin Rose Wecker. FOTO: Gottfried Evers
Kleve. Schulleiterin Rose Wecker erhielt gestern von Bürgermeisterin Sonja Northing den Schlüssel für das ehemalige Alltours-Gebäude an der Landwehr. Noch wird am Übergangsstandort saniert, am 19. Februar geht der Betrieb los. Von Marc Cattelaens

Wohl keine Klever Schule ist so an Umzüge gewohnt wie die Gesamtschule Kleve, die seit dem 1. Februar offiziell Gesamtschule am Forstgarten heißt. Gestern erhielt Schulleiterin Rose Wecker von Bürgermeisterin Sonja Northing den Schlüssel für das Gebäude an der Landwehr, in dem früher die Firma Alltours und zuletzt das Interims-Rathaus untergebracht war. "Unsere Schule zieht jetzt zum dritten Mal in Teilen um", sagte Wecker in ihrer Rede zur großen Eröffnungsfeier mit Lehrern, Schüler- und Elternvertretern sowie Vertretern aus Politik und Verwaltung. Ihre Gefühlslage äußerte sich in einer Mischung aus Freude und Galgenhumor. "Wir freuen uns auf das neue Domizil, aber im Kollegium geht schon der Witz um, dass wir irgendwann mal auf der Schwanenburg sitzen", sagte die Schulleiterin.

Obwohl der Schlüssel für das neue Gebäude gestern übergeben wurde, müssen sich Lehrer und Schüler noch ein wenig in Geduld üben, bis sie tatsächlich in die Räume dürfen. Denn noch wird an der Landwehr fleißig saniert. Am 19. Februar soll der Schulbetrieb dann starten. "Das wird noch sportlich", so Rose Weckers Einschätzung.

Zunächst starten die Jahrgangsstufen 8 und 10 an der Landwehr, dann kommt die Jahrgangsstufe 9, schließlich folgen drei 7. Klassen. Im nächsten Jahr kommt dann die Oberstufe mit zirka 80 Schülern. Die unteren Jahrgangsstufen werden nach wie vor in der ehemaligen Wilhelm-Frede-Hauptschule, die in fußläufiger Entfernung liegt, unterrichtet. Diese soll in den nächsten Jahren einen großen Anbau erhalten.

Bürgermeisterin Sonja Northing erinnerte sich an die Zeit, als sie mit der Verwaltung im Interimsrathaus an der Landwehr residierte. "Wir waren hier gut untergebracht, dann bekamen wird etwas Besseres. So wird es Ihnen auch ergehen", sagte sie. Sie freut sich, dass der Zeitplan für die Herrichtung zum Übergangsschulgebäude eingehalten werden kann. "Jetzt haben wir beim Gebäudemanagement der Stadt Kleve alle Stellen besetzt. Wir bilden Arbeitsgruppen für wichtige Projekte, auch für die Gesamtschule am Forstgarten", sagte Northing.

Rose Wecker betonte: "Das ist auch dringend nötig. Wir sind die größte weiterführende Schule mit aktuell 940 Schülern. Wir werden im Sommer 1000 Schüler haben und peilen danach die Marke von 1200 Schülern an. Dafür brauchen wir den Neubau mit Fachräumen." Im Sommer 2021 werden die ersten Schüler der Gesamtschule am Forstgarten ihr Abitur machen. "Wir hoffen sehr, dass wir dann in unser neues, endgültiges Gebäude an der Eichenallee ziehen können", sagte Wecker.

Obwohl ihr jetzt ein Übergangsstandort übergeben werden konnte, schwinge bei ihr Wehmut mit, so die Schulleiterin. "Uns ist für August 2018 ein neues Gebäude versprochen worden. Jetzt haben wir einen Zwischenstandort erhalten. Da stehen noch einige Dinge aus. Ich würde mich sehr freuen, wenn wir jetzt schnell in die Neubauphase einstiegen. Die Stadt hat zügig an der Landwehr gebaut. Ich hoffe, dass das auch für den Neubau gilt", sagte Wecker.

Sie freue sich, dass die Gesamtschule am Forstgarten als erste weiterführende Schule mit digitalen Boards (Tafeln) ab Klasse 8 ausgestattet wird und dass sich Sponsoren gefunden haben, die zehn Fahrräder für die Lehrer angeschafft hätten, damit sie zwischen den Standorten pendeln können. Manche Herausforderungen seien zurzeit groß. So würden dringend Fachräume benötigt. "Der Unterricht von Naturwissenschaften und Musik ist derzeit nur eingeschränkt möglich", erläuterte die Direktorin. Außerdem sei es wichtig, dass die Schule eine neue Sporthalle erhalte.

Quelle: RP
 
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