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Kreis Kleve
Gleichstellungsbeauftragte übt Kritik an Benachteiligung der Frauen

Kreis Kleve: Gleichstellungsbeauftragte übt Kritik an Benachteiligung der Frauen
Die Gleichstellungsbeauftragte Yvonne Tertilte-Rübo. FOTO: privat
Kreis Kleve. Unter dem Motto "Zicke, Emanze oder Verwaltungsstute" haben die Frauen der SPD im Kreis Kleve (AsF) anlässlich des Weltfrauentages die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Kleve, Yvonne Tertilte-Rübo, eingeladen.

Sie berichtete von ihrem vielfältigen Aufgabenbereich. Das Engagement von Gleichstellungsbeauftragten in ihrer nach außen gerichteten Arbeit bezieht sich auf Maßnahmen für Frauen beim Wiedereinstieg in den Beruf, die Teilnahme an dem "Runden Tisch für ein gewaltfreies Zuhause", Unterstützung von Aktionen wie Equal Pay Day, Girls- und Boysday, Frauenkulturveranstaltungen und vieles mehr. Aber auch politischer Einsatz für die sichere Finanzierung von Frauennoteinrichtungen, wie Frauenhaus, Frauenberatungsstelle, Mädchennetzwerk und andere sind gefragt.

Yvonne Tertilte-Rübo stellte darüber hinaus ihr Wirken innerhalb der Stadtverwaltung dar. Dabei verwies sie auf das Erbe von Elisabeth Selbert, die unermüdlich für die Gleichberechtigung von Männern und Frauen gekämpft und sich für deren Verankerung im Grundgesetz eingesetzt hat.

Immer noch gibt es laut Yvonne Tertilte-Rübo zu wenige Frauen in Führungspositionen. Ursachen lägen beim Berufseinstieg, wenn Frauen trotz besserer Schul- und Berufsabschlüsse mit niedrigeren Einstiegsgehältern beginnen. Frauen verdienen im Gesamtdurchschnitt etwa 20 Prozent weniger als Männer in gleicher Position. Nach wie vor gelangten Frauen seltener in "Karriere-Positionen". Auch Teilzeit wirke als "Karriereblocker". Dennoch gebe es in Kleve einige Erfolge zu verbuchen, wenn auch hier die im Grundgesetz in Artikel 3 und den Gleichstellungsgesetzen installierte Zielvorgabe einer 50-Prozent-Quote auch für Führungspositionen noch in weiter Ferne scheint.

Im Widerspruch hierzu stehen laut Yvonne Tertilte-Rübo die schwierigen Arbeitsbedingungen vieler Gleichstellungsbeauftragter im Kreis Kleve, von denen keine mit voller Stelle diese Aufgaben wahrnimmt, sondern neben einem anderen Aufgabenbereich oft nur wenige Stunden pro Woche für die Gleichstellungsarbeit zur Verfügung stehen. Auch das finanzielle Budget für ihr Wirken sei knapp.

Quelle: RP
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