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Kommentar: Unsere Woche
Glückwunsch aus "Europa"

Kleve. Ein Glückwunsch zu dem Coup, künftig eine Eurowings-Verbindung nach München anbieten zu können, kam dieser Tage vom EU-Abgeordneten David McAllister, der den Airport Weeze besuchte. Auch, dass es (wieder) gelungen ist, einen Pauschalreiseveranstalter für den Niederrhein zu interessieren, hörte der Gast mit Interesse. Von Weeze aus ins Bade- und Taucherparadies Hurghada fliegen zu können ist eine willkommene Ergänzung des bisherigen Angebots. Insbesondere, wenn es gelingen sollte, die Verbindung auch im Winter fortzusetzen, dann nämlich, wenn Ryanair sein Programm aus klimatischen Gründen erheblich zusammenstreicht. In Ägypten lässt sich auch an den meisten Wintertagen schön in der Sonne sitzen.

Dass der hiesige Airport ein Konversionsprojekt ist, entstanden aus der Notwendigkeit, nach dem Abzug der Royal Air Force ein riesiges Gelände einer zivilen Nutzung zuzuführen, ist heute fast vergessen. Wer Richtung Mailand, Rom oder Stockholm abhebt, nimmt in der Ferne vielleicht noch kurz ein paar verbliebene Bunker wahr, ansonsten hat der Flughafen seine militärische Vergangenheit hinter sich gelassen. McAllister nannte Weeze das gelungenste Konversionsprojekt Deutschlands - und er kenne viele, auch durchaus einige, die sich ebenfalls sehen lassen könnten.

Dass der Flughafen noch über freie Kapazitäten verfügt, die geeignet scheinen, dem "großen Bruder" in Düsseldorf aus der Platznot zu verhelfen, ließ sich der Gast von der Airport-Geschäftsführung und vom CDU-Landtagsabgeordneten Günther Bergmann erläutern. Der Flughafen müsse im NRW-Gesamtkonzept eine wichtige Rolle spielen. Im Nachbarland Niederlande führten der Airport Amsterdam-Schiphol und der kleine in Lelystad am Ijsselmeer eine solche Partnerschaft, die beiden Seiten helfe, vor. Am Sonntag ist die NRW-Landtagswahl. Viele Karten könnten neu gemischt werden.

anja.settnik@rheinische-post.de

Quelle: RP
 
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