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Kleve-Kellen
Gorilla Willi in der Willibrordschule

Kleve-Kellen: Gorilla Willi in der Willibrordschule
Der Moment der Enthüllung: Gorilla Willi, das neue Maskottchen der Willibrordschule Kellen. FOTO: Klaus-Dieter Stade
Kleve-Kellen. Großer Bahnhof bei der feierlichen Enthüllung des knallbunten neuen Maskottchens in Kellen. Von Ann-Lea Woitge

Noch ist der lächelnde Gorilla aus Styropor, der mit grünen, blauen, gelben und roten Fliesen, die die Kinder vorher selbst zerschlagen haben, bedeckt ist. Noch liegt er länglich auf dem Boden, den Kopf in seine Gorillahand gestützt, unter einer grünen Hülle versteckt. Trotz des Regenwetters sieht man viele lachende Kinder und Eltern, Geschwister und Lehrer, die auf dem Hof der Willibrord-Schule in Kellen gespannt auf die Enthüllung des großen Willis warten (wir berichteten über die Arbeiten).

"Willis Combo Band", die die Schüler unter der Leitung von Anja Heyermann, Leiterin des offenen Ganztags in Kellen, gegründet haben, spielt auf ihren Trommeln wilde Urwaldtöne und sorgt damit für gute Stimmung. Das Publikum klatscht und tanzt mit, alle sind ganz aufgeregt.

"Bei diesen Trommelklängen musste ich die Augen schließen und fühlte mich, als wäre ich im Urwald und hätte Willi gesehen", sagt Joachim Schmidt, stellvertretender Klever Bürgermeister. "Ihr Kinder habt etwas Künstlerisches selbst geschaffen, diese Erfahrung sollt ihr mit nach Hause nehmen. Vielleicht werdet ihr in 20 Jahren ja selbst mal Künstler", sagt Schmidt.

Schulleiter Klaus Colter eröffnet die Feier und begrüßt die Schüler und ihre Eltern. Danach bedankt er sich bei den Mitwirkenden "ohne die das Projekt nicht möglich gewesen wäre", so Colter. Anschließend performen die Kinder der Klassen 4a, b und c das Lied "California Dreaming", einige singen, andere spielen auf ihren Trommeln und Rasseln im Takt.

Die Enthüllung von "Willi" steht kurz bevor, und Künstlerin Nicole Peters bringt die aufgeregten Kinder mit dem "Schweigefuchs" zum Zuhören: "Mit dem Projekt haben wir eine soziale Plastik geschaffen. Die Kinder haben in einem demokratischen Prozess entschieden, dass sie den Gorilla bauen möchten", erklärt Peters. Sie ruft alle Kinder auf, die mitgeholfen haben, jedes sagt eine Eigenschaft von Willi.

Celina (4b): "Willi ist kinderlieb!". Auch Emma (4c) hat beim Projekt geholfen: "Willi ist bunt!". Dann wird die Plane abgenommen und die Künstlerin tauft den Affen feierlich auf seinen Namen. Sie sagt, dass Willi für die Kinder nicht nur ein Kunstprojekt sei, er sei ein Maskotchen für die Schule. "Die Kinder haben am Ende der 14-tägigen Projektzeit dem Gorilla selbst Eigenschaften zugeteilt. Die Kinder werden an diese positiven Eigenschaften denken, wenn sie in der Pause auf Willi spielen oder an ihm vorbei gehen. Er nimmt eine Vorbildfunktion für die Kinder ein", erläutert sie weiter. Dass die Kinder zusammen etwas erarbeiten, war die Intention des Projektes. Die beiden Mädchen Celina und Emma sagen: "Wir haben Willi lieb, es hat so viel Spaß gemacht, ihn zu bauen". Auch der kleine Tim (4c) hat geholfen: "Am meisten Spaß gemacht hat es, die Fliesen zu zerschlagen. Meine Idee war,. dass die Sonne auf den Po von Willi scheint!".

Quelle: RP
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