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Kleve
Gregorianik in den Nieder(rhein)landen

Kleve. Der Band 22 aus der Edition Wasserburg ist erschienen, herausgegeben von Herbert Krey, Kurt Kreiten und Guillaume van Gemert. Enthalten sind die Akten des Internationalen Symposiums zum Gregorianischen Choral. Von Werner Stalder

"Gregorianik in der Euregio Rhein-Waal" lautet der Titel aus der Edition Wasserburg, Band 22, herausgegeben von Herbert Krey, Kurt Kreiten und Guillaume van Gemert. Das Buch enthält die Akten des Internationalen Symposiums zum Gregorianischen Choral. Das Symposium, dessen Ertrag im vorliegenden Buch einer breiteren Öffentlichkeit präsentiert wird, wurde von Herbert Krey, dem ehemaligen Leiter der Musikschulen des Kreises Kleve, initiiert. Als Mitglied des Komitees der Niederrhein-Akademie/Academie Nederrijn e.V. (NAAN) verspürte er schon länger das immer stärker werdende Bedürfnis, mit deutschen und niederländischen Wissenschaftlern zusammen, entsprechend den Aufgaben der Akademie, eine musikalisch-wissenschaftliche Veranstaltung zu entwickeln und durchzuführen, und zwar konkret in Gestalt eines Symposiums zur Gregorianik, da ihn, wie er in seinem ersten Konzept, im August 2012, schrieb, "die traurigerweise absolute Nullstellung des gregorianischen Chorals in vielen Bereichen unseres Landes (...) ratlos gelassen" habe.

Er skizzierte gleich die ersten Umrisse des Programms und legte die Rahmenbedingungen fest: Das Symposium sollte "den Gregorianischen Choral, seine Vita, sein Schicksal, seine heutige Stellung und seine Zukunft zum Inhalt haben." Es sollte "musikalisch lebendig und diskussionsfreudig (...) das Thema Gregorianik mit Wort und klingender Musik auffächern". Als Mitwirkende sollten gewonnen werden: Scholen aus Deutschland und den Niederlanden, Wissenschaftler der Hochschulen in Nordrhein-Westfalen und den Niederlanden, sowie Experten aus dem klösterlichen Bereich und Kantoren aus der pfarrlichen Praxis.

Und so geschah es. Zwei weitere Angehörige des Komitees der NAAN, Dr. Kurt Kreiten, Direktor des Katholischen Bildungszentrums Wasserburg Rindern, und Professor Dr. Guillaume van Gemert von der Radboud Universiteit Nijmegen waren bereit, das Symposium mit aus der Taufe zu heben. Im Vorfeld wurde das Unternehmen mit einer Serie zur Thematik "Gregorianik" durch die RP begleitet. Der Wunsch von Herbert Krey, den Abschlussbericht "in Form eines offenen Buches" vorzulegen, ging jetzt, dank der Unterstützung mehrerer namhafter Institutionen, in Erfüllung. Illustriert mit zahlreichen Abbildungen werden die Aufsätze in deutscher und niederländischer Sprache dargestellt. Zum Buch gehört ferner eine Daten-DVD (abspielbar im PC) mit den Gesängen der Scholen im Mai 2014 in der Wasserburg Rindern.

Stefan Klöckner schreibt über das "Klanggewordene Wort. Inkarnation als Parameter einer Spiritualität des Gregorianischen Chorals", Sebnem Yavuz über "die Bedeutung des Boethius für den gregorianischen Choral", Anton Vernooij über "Geschichte und Gegenwart der Gregorianik in den Nieder(rhein)landen", Guillaume van Gemert über "Schätze der Gregorianik in den Niederrheinlanden. Zum Großen Graduale des Johannes van Deventer aus dem Kreuzherrenkloster in Sint Agatha". Herbert Krey ist in einem Essay mit Gedanken, Splittern und Clusters der DVD auf der Spur. Das Buch - erhältlich durch die Wasserburg Rindern - schließt mit einer Trackliste DVD, Gesängen und Lesungen mit deutscher und niederländischer Übersetzung und einem Foto-Bildanhang mit Eindrücken vom Symposium. ISBN 978-3-9815363-8-6.

Quelle: RP
 
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