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Kleve
Griechenland zum Schnäppchen-Preis

Das geben die Klever für den Urlaub aus
Das geben die Klever für den Urlaub aus FOTO: Evers, Gottfried
Kleve. Der Urlaub muss bezahlbar sein, das Ziel nicht allzu weit weg - so fahren die Klever gern in den Urlaub. Wir haben uns in einigen Reisebüros umgehört, von Reisezielen in Tunesien raten die Experten derzeit ab. Von Nicole Scharfetter

Italien, Spanien, Türkei - wenn die Klever Urlaub machen, dann am liebsten in der Sonne. "Ganz oben auf der Reiseziel-Liste steht immer noch Mallorca", sagt Klaus Herrmann vom Klever Reisebüro. Zum einen, weil die Anreise verhältnismäßig kurz ist, außerdem sind Ziele in der Türkei und in Spanien durchaus bezahlbar. "Ganz Junge achten gern auf den Geldbeutel", sagt der Urlaubs-Experte, und wenn man mit vier Kindern verreisen will, kann so ein Urlaub teuer werden. Familien bevorzugen daher die Türkei, weiß Carola Jaensch vom gleichnamigen Reisebüro. Weil dort die Anlagen neben dem guten Preis auch noch kinderfreundlich sind.

So gern die Klever nach Malle fliegen - inzwischen zeichnet sich ein neuer Trend ab: Kreuzfahrten. Im Sommer rund um die Kanaren und die Balearen. "Im Winter geht's in den asiatischen Raum oder die Karibik", sagt Jaensch. Ganz ferne Ziele würden sich in der aktuellen Jahreszeit nicht besonders gut eignen: "In Asien zum Beispiel ist die Luftfeuchtigkeit zu hoch", erklärt sie.

Wer in den Sommerferien noch spontan verreisen will, der findet im Reisebüro Jaensch noch das ein oder andere Last-Minute-Angebot: Griechenland-Schnäppchen zum Beispiel, wie auf den Inseln Kreta, Korfu oder Rhodos.

Sorgen brauchen sich die Griechenland-Touristen keine machen, auch nach dem Referendum nicht. "Viele Hotels bieten all-inclusive, da braucht man gar nicht so viel Bargeld", weiß Jaensch. Außerdem, so hat es ihr Kollege vom Klever Reisebüro gehört, gäbe es an Geldautomaten keine Probleme für Ausländer. "Solange Geld da ist, gibt es welches." Trotzdem seien ein paar Scheine mehr im Portemonnaie, die aus Deutschland mitgebracht werden, keine schlechte Idee. Nur für den Fall. Die Griechen selbst, gerade auf den Inseln, seien freundlich zu den Urlaubern, so Klaus Herrmann. "Schließlich ist man dort auf den Tourismus angewiesen."

Einen großen Bogen sollten Urlauber dagegen um Tunesien machen. Die Lage ist angespannt, nicht erst seit dem jüngsten Anschlag am Strand von Sousse, bei dem 39 Menschen getötet wurden. Wegen der großen Terrorangst flog Großbritannien vergangene Woche alle Touristen aus. Das auswärtige Amt in Deutschland will so weit noch nicht gehen, empfiehlt aber, im ganzen Land besondere Vorsicht walten zu lassen. Reisende sollten den Anweisungen der Sicherheitskräfte unbedingt Folge leisten.

Ohnehin sei die Nachfrage nach tunesischen Reisezielen in den letzten Monaten nicht groß gewesen, sagen beide Reisebüro-Inhaber. Und seit dem Anschlag vor zwei Wochen wurden so gut wie alle Reisen umgebucht oder storniert. Für Klaus Herrmann steht fest: "Die touristische Welt wird immer kleiner."

Ganz gleich, ob aus Sicherheitsgründen oder weil das Geld in diesem Jahr knapp ist: Es gibt viele Klever, die ihre Ferien gerne in Deutschland verbringen, an Nord- und Ostsee. Oder ins benachbarte Holland fahren. Einfach mal ein paar Tage ausspannen. Und so schlecht zeigt sich der Sommer im Augenblick ja nicht, dass sich selbst ein Urlaub auf Balkonien aushalten lässt.

Quelle: RP
 
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