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Kranenburg
Grundton Grau voller Farbklänge

Kranenburg. Neue Bilder von Hans-Willi Notthoff in der Galerie Ebbers in Kranenburg. Eröffnung Sonntag. Von Matthias Grass

Farbflächen reihen sich nebeneinander, in der Regel rechteckig oder quadratisch auf die Leinwand gesetzt, hier und da auch ein Streifen. Die Farben scheinen alle den gleichen, leicht grauen Grundton zu haben, wirken hier durchscheinend, dort flächig, flirren hier und da an den Rändern. Unter dem Grau werden kräftige Farben durchdekliniert, die durch den gleichen Grundton alle verwandt scheinen.

Mitten zwischen diesen abstrakten Farbmalereien hängt ein geradezu impressionistischer Blick in ein kleines Zimmer. Eine Tür öffnet sich nach draußen, lässt helles, wie mediterranes Licht in diesen zartgrün gestrichenen Raum. Dunkelbraun im warmen Ton die Sprossen des Fensters neben der Tür, die ihren Schatten auf den Boden werfen, links ein grüngrauer Tisch.

Wie selbstverständlich hängt das Bild neben den großen abstrakten Farbflächen, die oft auch aus mehreren Leinwänden zusammengesetzt sind. Das kleine Bild von dem Zimmer behauptet sich, und trotzdem scheint alles wie aus einem Guss.

"Das hängt auch ganz bewusst da", sagte Klaus Ebbers, der die Präsentation im Ausstellungssaal seiner Galerie am Siep 7 in Kranenburg eingerichtet hat. Hier zeigt der Galerist in den kommenden Monaten (bis 25. Juni) neue Bilder von Hans-Willi Notthoff. Und der, erzählt Ebbers, setzt sich eben regelmäßig mit der Staffelei hin und malt die Impressionen seiner Umgebung direkt auf die Leinwand. Wie bei dem kleinen Zimmer.

Die Farben in dem impressionistischen Zimmer, so Ebbers weiter, finden sich dann wieder in den großen Farbflächen. "Das bedingt sich alles gegenseitig", erklärt der Galerist, der auch gleich die ähnlichen Farbkombinationen auf den Flächen findet. Doch auf den Flächen sind sie mit einem Grundton Grau gemischt, der den Farben diese Homogenität gibt. Notthoff legt bei den abstrakten Bildern mehrere Farbflächen übereinander, die den Bildern eine Tiefe geben. Die Ränder zu den anderen Flächen sind nicht exakt abgeklebt, sondern mischen sich auch mit der Farbe des daneben liegenden Feldes. "Dadurch bekommt man diesen flirrenden Übergang", sagt der Galerist.

Es seien ganz neue Bilder des in Mönchengladbach geborenen, Düsseldorfer Kunstdozenten, sagt Ebbers.

Die Ausstellung in der Galerie Ebbers in Kranenburg wird Sonntag von 15 bis 18 Uhr eröffnet.

Quelle: RP
 
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