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Niederrhein
Gute Aussichten im Gastgewerbe

Niederrhein. 115 Unternehmen beteiligten sich an der IHK-Umfrage am Niederrhein.

Im Gastgewerbe am Niederrhein herrscht gute Stimmung. Im Reisegewerbe bleibt die Lage trotz Rückgangs auf hohem Niveau. Auch hier erwartet die Branche eine positive Entwicklung. Das ist das Ergebnis der gemeinsamen Saisonumfrage Herbst 2015 der Niederrheinischen IHK Duisburg-Wesel-Kleve und der IHK Mittlerer Niederrhein. 115 Unternehmen aus den Kreisen Wesel, Kleve, Viersen und Neuss sowie aus den Städten Duisburg, Mönchengladbach und Krefeld haben sich an der Umfrage beteiligt.

Mehr als ein Drittel der Befragten bewertet die gegenwärtige Geschäftslage im Gastgewerbe als "gut", ebenso viele als "befriedigend". Im Saldo ist sie um 4,2 Punkte im Vergleich zum Vorjahr angestiegen. Mehr als ein Viertel erwarten zudem eine günstigere Geschäftslage.

Die Mehrheit geht aber von einer gleichbleibenden Entwicklung aus. Im Reisegewerbe hat sich die Geschäftslage im Vergleich zur vorherigen Umfrage um 5,2 Punkte verschlechtert. Das liegt auch an der aktuell politisch unruhigen Lage in einigen Regionen der Welt. 60 Prozent der Unternehmen gaben an, dass die Flüchtlingsankünfte in Griechenland und Italien sowie die politischen Unruhen in der Türkei Auswirkungen auf die Nachfrage für Reisen in diese Länder hätten. Allerdings erwarten 22 Prozent der Reiseveranstalter und -büros eine günstigere Entwicklung für die kommende Saison. 60 Prozent gehen von einer konstanten Geschäftsentwicklung aus.

Während im Gastgewerbe der Umsatz mit heimischen Gästen im Saldo zurückging, nahm der Umsatz mit Geschäfts- und Urlaubsreisenden zu. Hier macht sich die anhaltend gute Entwicklung der Übernachtungszahlen am Niederrhein bemerkbar.

Im Reisegewerbe ist seit Frühjahr 2014 bis heute ein positiver Trend erkennbar. Dieser wird mit Blick auf das Vorjahr vor allem von den Urlaubsreisenden getragen. Rund 38 Prozent der Befragten melden hier gestiegene Umsätze.

Deutlich verschlechtert hat sich der Umsatz mit Geschäftsreisenden, der um rund 45 Prozent zurückgegangen ist.

Steigende Arbeitskosten gaben 61 Prozent der Unternehmen im Gastgewerbe als Risikofaktor für ihr Geschäft an. Dies ist laut IHK sicherlich auch auf die Einführung des Mindestlohns zurückzuführen. Weitere Risiken sehen die Unternehmen bei den Energiepreisen (51,4 Prozent) und den allgemeinen wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen (50 Prozent).

Sorgen machen sie sich zunehmend um den Fachkräftemangel. Mehr als ein Drittel der Befragten - und damit deutlich mehr als im Frühjahr - sieht hier ein Risiko für ihren Geschäftsbetrieb.

Die Unternehmen im Reisegewerbe gewichten die Risikofaktoren für ihr Geschäft anders: Eine Mehrheit sieht in den wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen das höchste Risiko. Auffällig ist der Anstieg beim Indikator "Risiken der Arbeitskosten".

Dieser stieg im Vergleich zum Frühjahr von 25 Prozent auf 39,2 Prozent. Auch der Fachkräftemangel ist wie beim Gastgewerbe ein zunehmender Risikofaktor (Anstieg von 18,8 Prozent auf jetzt 29,4 Prozent).

Darüber hinaus sorgt sich mehr als ein Drittel der Befragten über die nachlassende Inlandsnachfrage. Hingegen sind bei den Risiken der Finanzierung (von 20,8 Prozent auf jetzt 11,8 Prozent) und des Wechselkurses (von 27,1 Prozent auf nun 19,6 Prozent) Rückgänge zu verzeichnen.

Quelle: RP
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