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Kleve
Haldern: Immer für eine Überraschung gut

Zehn Bands, die erst nach ihrem Durchbruch in Haldern spielten
Zehn Bands, die erst nach ihrem Durchbruch in Haldern spielten FOTO: dpa
Kleve. Gut 70 Bands und Einzelinterpreten werden beim Open Air vom 11. bis 13. August zu hören sein. Die letzten Künstler wurden nun bestätigt. Von Markus Balser

Wenn es im Programm des Haldern-Pop-Festivals eine Konstante gibt, dann vielleicht die, dass es immer für Überraschungen gut ist. Das ist auch bei der 33. Auflage der Fall, die vom 11. bis 13. August über die Bühne am alten Reitplatz gehen wird.

Gut 70 Bands und Einzelinterpreten sind dieses Mal mit von der Partie, verteilt auf Hauptbühne und Spiegelzelt auf dem Festivalgelände, der Pop Bar, der St.-Georg-Kirche und dem Tonstudio Keusgen. Das komplette Programm stellten die Organisatoren jetzt in Haldern vor.

Neben ein paar alten Bekannten wie den "Hothouse Flowers", Ebbot Lundgren & The Indigo Children oder "Loney Dear" sind wie immer jede Menge Insider-Tipps dabei, von denen noch Großes zu erwarten ist. Dazu gehören auf jeden Fall die Punkrocker "Yak", die momentan als beste Liveband, die England zu bieten hat, gehandelt werden. Aber auch auf "GoGo Penguin", Glen Hansard, "Walking On Cars", Izzy Bisu oder Michael Kiwanaku darf man gespannt sein.

Festival-Organisator Stefan Reichmann ist mit der Mischung zufrieden. "Von reinen Schubladen-Festivals bin ich ohnehin nicht so überzeugt", sagt er. Und so halten denn auch mit "St. Paul & The Broken Bones" oder "Jambinai" Künstler die Fahnen für die in Haldern sonst eher selten gehörten Bereiche Soul und Jazz hoch. In letztere Kategorie fällt auch Melanie de Biasio, auf die sich Reichmann besonders freut. Die Belgierin, die am Festival-Freitag auftritt, wird in der St.-Georg-Kirche eine 24-minütige Ode an ihre Heimat Wallonien vorstellen. Am Schlagzeug: ein 70-jähriger Jazz-Professor.

Dass bereits am Festival-Donnerstag die Hauptbühne eröffnet wird (und dafür die Bühne im Biergarten diesmal flachfällt), hat einen handfesten Grund: Der Singer/Songwriter Damien Rice konnte nur für diesen Tag verpflichtet werden. Und den Iren, dessen Songs durch etliche Soundtracks weltweit bekannt sind, wollten sich die Halderner einfach nicht entgehen lassen. "Der ist ja eigentlich schon viel zu groß für uns", sagt Reichmann.

Ein Mann, der sich oberflächlich betrachtet zunächst gar nicht nach Haldern anhört, ist Hubert von Goisern, der am Festival-Samstag auf der Hauptbühne zu sehen ist. Doch wer die Arbeit des österreichischen Weltmusikers kennt, weiß, wie filigran er mit verschiedenen Stilrichtungen spielen kann - und somit doch zur nach allen Seiten offenen Ausrichtung des Festivals passt. Der Vertrag für seinen Auftritt im Lindendorf wurde übrigens in Wien beim Schnitzelessen unterzeichnet - standesgemäß.

Wer sich schon mal einen kompletten Überblick über alle Bands des Festivals verschaffen will, kann das auf der Homepage www.haldern-pop.de. Bei Youtube gibt es zudem eine Playlist, bei der die meisten aller in Haldern auftretenden Künstler vertreten sind.

Quelle: RP
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