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Niederrhein
Handwerkskammer meldet 1113 Lehrstellen in 73 Berufen

Niederrhein. Das Handwerk an Rhein, Ruhr und Wupper würde gern mehr Lehrlinge einstellen. Die Handwerkskammer Düsseldorf macht noch unversorgte oder noch unentschlossene Jugendliche auf ein breites Ausbildungsangebot auf ihrer Website aufmerksam. Schulabgänger, die einen Ausbildungsplatz suchen, finden in der Internet-Lehrstellenbörse unter www.hwk-duesseldorf.de/ausbildungsboerse aktuell noch 1113 Angebote von Ausbildungsbetrieben im Großraum Düsseldorf, am linken Niederrhein, in der Region Ruhr West und im Bergischen Städtedreieck für das 1. Lehrjahr vor. Gegenüber dem Vorjahr ist das ein Zuwachs um gut 200 offene Lehrstellen. Darin spiegelt sich die sehr gute Handwerkskonjunktur wieder, heißt es in einer Pressemitteilung der Kammer. Im Kreis Kleve gibt es derzeit noch 66 unbesetzte Lehrstellen. "Das ist sehr viel, ungefähr drei Mal so viel wie im vergangenen Jahr", sagt ein Sprecher der Handwerkskammer.

Freie Ausbildungsplätze gibt es noch in sämtlichen Branchengruppen - in insgesamt 73 Ausbildungsberufen vom Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik (104 Stellen), Augenoptiker (54) und Hörgeräteakustiker (30), Dachdecker (63) und Elektroniker (129) bis zum Zweiradmechatroniker (5). Selbst in traditionell besonders populären Ausbildungsberufen gibt es noch Chancen satt: die Werkstattbetriebe des Kfz-Gewerbes suchen noch 63 junge Leute für die Ausbildung zum Kraftfahrzeugmechatroniker; und auch sieben Nachwuchs-Steinmetze könnten noch noch einsteigen. "Eine Entscheidung pro Handwerk ist mehr als eine sichere Karriere-Entscheidung. Es ist die Anlage mit der besten Rendite. Denn Handwerker laufen an Berufszufriedenheit, Aufstiegs- und Verdienstmöglichkeiten rein akademischen Perspektiven ganz oft den Rang ab. Die Optionen mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung im Handwerk reichen wesentlich weiter als bekannt ist - und schließen eine paralleles oder nachgelagertes Studium ausdrücklich ein", betont Kammerpräsident Andreas Ehlert mit Blick auf den zunehmenden Bedarf an Fach- und Führungskräften und Meisterbetrieben in der Wirtschaftsgruppe.

Bewerber und Eltern können sich neben der Online-Lehrstellenbörse auch an die Ausbildungsvermittlung der Handwerkskammer wenden. Sie berät individuell zu den weit mehr als 100 verschiedenen Ausbildungsberufe im Handwerk informiert über Berufsvorbereitungsmaßnahmen, hilft bei der Zusammenstellung der Bewerbungsunterlagen, stellt den Kontakt zu Ausbildern her und unterstützt die Vorbereitung auf ein Bewerbungsgespräch.

Spezialisierte Berater informieren über duale und triale (einschließlich Meisterfortbildung) Ausbildungs- und Studiengänge und bringen Bewerber und Betriebe auf Basis von Anforderungsprofilen passgenau zusammen. Auch nach Abschluss des Lehrvertrags geben Berater der Kammer Tipps zur Karriereplanung.

Kontakt: Telefon 0211 8795-632, Internet www.hwk-duesseldorf.de.

Quelle: RP
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