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Kreis Kleve
Hans-Joachim Wefers ist weitere acht Jahre Superintendent

Kreis Kleve. Die 215. Synode des evangelischen Kirchenkreises Kleve wählte Pfarrer Hans-Joachim Wefers für weitere acht Jahre als Superintendent und damit zum Vorsitzenden des Kreissynodalvorstands (KSV). Von 73 Wahlberechtigten erhielt er 60 Ja-Stimmen. Ebenso die erforderlichen Stimmen (61) vereinigte Pfarrerin Rahel Schaller (Goch) als neue Skriba auf sich. Sie folgt auf Pfarrer Ralf Streppel, der nicht mehr kandidierte. Auf Schallers Position der 2. stellvertretenden Skriba wurde Pfarrerin Ulrike Dahlhaus (Xanten) mit 61 Ja-Stimmen gewählt. Für die Position der/des 1. Synodalältesten gab es drei Kandidierende: Ursula van Haaren, Brigitte Messerschmidt und Michael Rolle. Im 2. Wahldurchgang setzte sich Michael Rolle (Kerken) mit 40 Stimmen durch. Von den verbliebenen Kandidatinnen wurde als 4. Synodalälteste Ursula van Haaren aus Kalkar mit 45 Stimmen gewählt. Die Stellvertretungen übernehmen Brigitte Messerschmidt aus Xanten mit 60 Stimmen (für den 1. Synodalältesten) und Joachim Erbach aus Geldern (für die 4. Synodalälteste) mit 70 Voten aus der Synode. Joachim Erbach folgt als stellvertretendes KSV-Mitglied auf Michael Rolle, der als neu gewählter 1. Synodalältester Achim Zirwes ersetzt, der nicht mehr kandidierte.

Die Synode verabschiedete eine neue Satzung für das Verwaltungsamt. Im Zuge dessen wurde ein Tätigkeitenkatalog für die Gemeinden festgelegt. Für Diskussionen sorgten die im Vorfeld geführten Interviews des Kreissynodalvorstands zum Pfarrstellenrahmenkonzept. Es spiegelt eine Stimmungslage der Gemeindepresbyterien und Funktionspfarrstellen, die sich mittelfristig vor großen Aufgaben sehen. Bis 2030 gehen in der rheinischen Kirche 1200 von 1700 Pfarrerinnen und Pfarrer in den Ruhestand. Der Nachwuchs wird die Lücke nicht füllen. Viele Gemeinden zählen dann für eine volle Pfarrstelle nicht mehr genügend Gemeindeglieder. Wie acht andere Kirchenkreise beschloss die Synode die anteilige Finanzierung der Gehörlosen- und Schwerhörigenseelsorge bis 2020. Im Kirchenkreis gibt es 400 schwer hörende Menschen, die von dieser Seelsorge profitieren können. Analog dazu wurde der Kreissynodalvorstand beauftragt, ein Konzept zu erarbeiten, das die Versorgung des Kirchenkreises mit allen integrativen Seelsorgeangeboten beschreibt. Zum Verhältnis zu den Muslimen äußerte sich Superintendent Wefers in seinem Bericht: Er plädierte dafür, Muslimen mit Offenheit zu begegnen, ohne sie zum christlichen Glauben missionieren zu wollen. In der Synode wurde dies begrüßt.

Quelle: RP
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