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Kreis Kleve
Hartz-IV-Zahlen: Kreisweit 9200 Bedarfsgemeinschaften

Kreis Kleve. Der aktuelle Bericht zur Grundsicherung für Arbeitsuchende weist relativ stabile Zahlen bei der Entwicklung der SGB-II-Bedarfsgemeinschaften (BG) aus. Hatte sich die Zahl im Mai noch um 126 auf 9334 erhöht, sank sie im aktuellen Berichtsmonat Juni um 89 auf 9245. Seit dem Spätsommer 2015 bewegen sich die Werte um einen Wert von 9200. Aktuell leben insgesamt 16.970 Menschen in den Bedarfsgemeinschaften, die auf Sozialleistungen angewiesen sind. 12.547 von ihnen sind sogenannte "erwerbsfähige Leistungsberechtigte". Bei den 4423 Sozialgeldempfängern handelt es sich in der Regel um Kinder.

Künftig werden die "Integrationszahlen", also die Anzahl der Vermittlungen in Arbeit, nicht mehr durch den Kreis Kleve selbst ermittelt, sondern aus dem Datenbestand der Bundesagentur mit einer "Wartezeit" von drei Monaten abgebildet. So werden auch nachträgliche Bewilligungen und Korrekturen eingerechnet. "Aufgrund der gestiegenen Komplexität der Statistiken ist eine Parallel-Auswertung aus den eigenen Systemen des Jobcenters Kreis Kleve nicht mehr möglich", erläutert Landrat Wolfgang Spreen die notwendige Umstellung.

Aus Gründen der Übersichtlichkeit werden im aktuellen Bericht die Daten für Januar und Februar 2016 genannt. Im Januar konnten insgesamt 264 Vermittlungen in den ersten Arbeitsmarkt realisiert werden. 170 Vermittlungen erfolgten in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung, 94 Personen wurden in geringfügige Beschäftigungen vermittelt. Insgesamt 314 Vermittlungen wurden im Februar realisiert, davon 294 in sozialversicherungspflichtige Beschäftigungen sowie 95 Vermittlungen in geringfügige Beschäftigungen.

Im Kreis Kleve erhalten rund 6,5 Prozent der Einwohner die Grundsicherung für Arbeitsuchende. Dies stellt im Vergleich zu Bund (7,7) und Land (9,7) als auch zu den Nachbarkreisen Wesel (acht) und Viersen (sieben Prozent) einen vergleichsweise guten Wert dar.

Im Mai 2016 wurde zur Erfüllung des gesamten Aufgabenspektrums des SGB II (Hartz IV für Langzeitarbeitslose) ein Betrag in Höhe von rund 9,3 Millionen Euro aufgewendet. Auf den Kreis Kleve und die Kommunen entfielen hiervon etwa 2,65 Millionen für die Kosten der Unterkunft. Bisher wurden im Jahr 2016 (Januar bis Mai) insgesamt etwa 46,5 Millionen Euro gezahlt.

Quelle: RP
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