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Kreis Kleve
Herzinfarkt-Netzwerk funktioniert

Kreis Kleve. Seit zehn Jahren besteht das Herzinfarkt-Netzwerk-Niederrhein, mit dem das Katholische Karl-Leisner-Klinikum und der Rettungsdienst des Kreises Kleve die bestmögliche Versorgung von Notfall-Patienten ermöglichen. Durch die gute Vernetzung von Rettungsdienst und Klinikum ist die Hilfe bei Herzinfarkten schnell und effektiv: Vom Eintreffen des Notarztes bis zur Wiedereröffnung der verschlossenen Herzkranzarterie vergeht in der Regel keine Stunde, die Überlebenschance bei akutem Herzinfarkt ist deshalb im Kreis Kleve 30 Prozent besser als im Landesdurchschnitt.

Das ist das Ergebnis guter Ausrüstung, Vernetzung und Schulung: "In den Jahren 2005 bis 2011 haben wir alle Rettungswagen und Notarzteinsatzfahrzeuge im Kreis mit 12-Kanal-EKG-Telemetrie ausgerüstet. Das bedeutet: Schon am Notfall-Einsatzort kann ein EKG geschrieben und zur Klinik gefaxt werden", erläutert Landrat Wolfgang Spreen. "Herz-Kreislauferkrankungen sind in Deutschland die Todesursache Nummer Eins", so Professor Dr. Stefan Schuster, Chefarzt der Medizinischen Klinik II / Kardiologie des St.-Antonius-Hospitals in Kleve. "Und im Notfall zählt jede Sekunde." Um das Netzwerk qualitativ zu pflegen, werden die Rettungsassistenten regelmäßig von den Kardiologen geschult, das Herzkatheterlabor des St.-Antonius-Hospitals garantiert durch Bereitschaftsdienst rund um die Uhr und modernste Technik eine bestmögliche Notfallversorgung. Die Überwachungsbettplätze etwa sind wie eine Intensivstation mit einem hochmodernen Monitoringsystem ausgestattet. Die Herzkatheteruntersuchung wird routinemäßig vom Handgelenk aus durchgeführt: Der sogenannte "Radialis-Zugang" ist ein besonders schonendes Verfahren mit sehr niedriger Komplikationsrate.

"2005 haben wir durch die Vernetzung mit dem Rettungsdienst auf dem Gebiet Pionierarbeit geleistet", so Dr. Peter Enders, Haupt-geschäftsführer der Karl-Leisner-Trägergesellschaft. Deutschland-weit gehörte das Kreis Klever Netzwerk zu den ersten seiner Art.

Quelle: RP
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