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Kreis Kleve
Hilfsangebote für Aids-Erkrankte

Kreis Kleve. Weltweiter Gedenktag am 1. Dezember. Vertrauliche Beratung wird garantiert.

Im Vorfeld des Welt-Aids-Tages am 1. Dezember weist die Kreisverwaltung darauf hin, dass der Umgang mit HIV in Deutschland noch immer von Unsicherheit und Angst geprägt ist. Die daraus resultierende Diskriminierung von HIV-Positiven schade einerseits den Betroffenen und halte andererseits Menschen von einem HIV-Test ab. Dabei ist Beratung rund um das Thema HIV wichtig. An dieser Stelle setzt die Abteilung Gesundheitsangelegenheiten des Kreises Kleve mit ihrem Angebot an und bietet mit entsprechendem Fachpersonal kostenlos und anonym Aufklärung und Unterstützung.

Dass dieses Angebot am Puls der Zeit ist, belegen die Zahlen zur Diskriminierung HIV-Positiver. So wurde rund einem Fünftel der Menschen mit HIV schon einmal eine medizinische Behandlung verweigert. Außerdem reagiert bei einem offenen Umgang mit der HIV-Infektion ein Viertel der Arbeitgeber diskriminierend, so die Statistik. Die Benachteiligung führt häufig zu einem niedrigen Selbstwertgefühl, in manchen Fällen zum Rückzug bis hin zur Isolation. Menschen haben Angst, einen HIV-Test durchführen zu lassen. Doch das sei fatal, so die Abteilung Gesundheitsangelegenheiten: "Denn manche fürchten die Folgen eines möglicherweise positiven Testergebnisses und warten lieber ab. Dabei wissen wir heute, dass eine frühzeitige HIV-Therapie einen wirklich großen gesundheitlichen Nutzen für die jeweilige Person hat. Dank moderner Medikamente haben HIV-Positive eine nahezu normale Lebenserwartung."

HIV gilt im Vergleich zu anderen Krankheitserregern als schwerer übertragbar. Darum wird HIV in alltäglichen sozialen Kontakten nicht übertragen - auch nicht beim Husten oder Niesen, nicht bei Umarmungen oder beim Küssen. Am häufigsten wird HIV beim Sex ohne Kondom übertragen. Wer einen HIV-Test durchführen lässt, zeigt Verantwortung.

Die Abteilung Gesundheitsangelegenheiten des Kreises berät zu allen Fragen rund um HIV und bietet anonym und kostenlos HIV-Antikörper-Tests an. Termine können telefonisch für Menschen aus dem nördlichen Kreisgebiet unter der Telefonnummer 02821 85 507, aus dem südlichen Kreisgebiet unter der Telefonnummer 02831 391 829 vereinbart werden. Nach einer vertraulichen Beratung erfolgt die Blutentnahme für den HIV-Antikörper-Test. Das Ergebnis wird etwa eine Woche später in einem weiteren persönlichen Gespräch mitgeteilt. Bei einem positiven Ergebnis gibt es natürlich Unterstützung und Antworten auf die vielen Fragen, die sich in diesem Fall stellen. Die HIV-Beratung der Kreisverwaltung unterliegt der Verschwiegenheitspflicht.

Quelle: RP
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