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Kreis Kleve
Hochschule Rhein-Waal berät zweifelnde Studenten

Kreis Kleve. Damit Zweifel an der Entscheidung für ein Studium nicht zur Verzweiflung führen, entwickelt die Hochschule Rhein-Waal im Rahmen des neuen Projekts "Next Step Niederrhein" ein spezielles Beratungs- und Coachingformat für alle Studienzweifelnde und Studienausstiegswillige.

Eine nicht bestandene Prüfung, ein uninteressantes Seminar oder die schwierige Vereinbarkeit von Studium und Nebenjob - im Studienverlauf begegnen Studierenden viele Unwegsamkeiten, die so manchen an der Wahl des Studienfaches oder sogar an der generellen Entscheidung für ein Studium zweifeln lassen. Einem großen Teil der Ratsuchenden kann bereits jetzt mit den vorhandenen Unterstützungsangeboten der Hochschule Rhein-Waal (wie beispielsweise der Studienverlaufsberatung) geholfen werden.

"Dennoch fehlt es bisher an einer speziellen Unterstützung für Studierende mit starken Studienzweifeln oder dem Wunsch des Studienausstiegs", betont die Projektkoordinatorin Dr. Rebecca Müller.

Ein wichtiger Aspekt des Projekts sei zunächst, so Müller, eine Kultur des offenen Umgangs mit Studienzweifeln zu fördern, denn bisher haben betroffene Studierende oft Hemmungen, ihre Zweifel zu äußern und sich beraten zu lassen, wenn sie mit dem gewählten Fach oder dem Ausbildungsweg Studium generell unglücklich seien. Speziell für diese Personen entwickelt die Hochschule Rhein-Waal ein umfassendes Coachingformat mit individuellen Strategien für den weiteren Ausbildungsverlauf.

Das Projekt "Next Step Niederrhein" entsteht im Verbund mit der Hochschule Niederrhein und wird vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen mit insgesamt 460.000 Euro gefördert. Entsprechende Beratungsangebote werden zum kommenden Wintersemester 2017/18 an beiden Hochschulen etabliert.

Durch die Zusammenarbeit der beiden Hochschulen sollen Möglichkeiten erarbeitet werden, bereits erworbene Kompetenzen für ein neues Fachstudium oder eine Berufsausbildung anzuerkennen. Dabei geht es nicht darum, die Studierenden um jeden Preis von einer Fortsetzung des Studiums zu überzeugen.

Der "nächste Schritt" kann aber auch direkt in den Arbeitsmarkt führen. In diesem Fall übernehmen die Akteure des Arbeitsmarktes wie IHK, Handwerkskammer und Arbeitsagentur. Dort sind angesichts des steigenden Fachkräftemangels motivierte und engagierte junge Leute willkommen, die anstelle eines Studiums einen alternativen Ausbildungsweg einschlagen möchten.

"Das Besondere an dem Projekt "Next Step Niederrhein" ist, dass in unserer Region nun Arbeitsmarktakteure und Hochschulen ein gemeinsames Beratungs- und Unterstützungsnetzwerk für Studierende aufbauen", sagt Prof. Dr. Marion Halfmann, Vizepräsidentin für Studium, Lehre und Weiterbildung der Hochschule Rhein-Waal. Sie freut sich über diesen nächsten Schritt.

Quelle: RP
 
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