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Kreis Kleve
HRW-Projekt gegen Missbrauch von Kindern im Urlaub

Kreis Kleve. Studierende der Bachelorstudiengänge "Nachhaltiger Tourismus" sowie "Gender and Diversity" der Fakultät Gesellschaft und Ökonomie an der Hochschule Rhein-Waal (HRW) nahmen an einem Workshop teil. Er wurde durchgeführt von Miriam Landhofer vom Netzwerk ECPAT Deutschland und Kriminalhauptkommissarin Christa van Meegen. Die Teilnehmer erhielten einen Einblick in die Arbeit des international tätigen Netzwerkes, das sich für den Schutz von Kindern gegen kommerzielle Ausbeutung und sexuellen Missbrauch einsetzt. Die Abkürzung ECPAT steht für "End Child Prostitution, Pornography and Trafficking of Children for Sexual Purposes" und hat neben diversen internationalen Niederlassungen den Hauptsitz in Bangkok, Thailand.

Tourismus verbinden die meisten Menschen mit positiven Aspekten, wobei es wichtig ist, sich nicht vor Themen wie dem sexuellen Missbrauch oder der kommerziellen Ausbeutung von Kindern in Urlaubsländern zu verschließen. Während der von Prof. Dr. Diana Marquardt, Professorin für Betriebswirtschaftslehre mit dem Schwerpunkt Tourismuswirtschaft an der Hochschule Rhein-Waal, organisierten Schulung erläuterten die beiden Referentinnen diese weit verbreitete Problematik und informierten die Studierenden über den Umgang mit konkreten Fällen von sexuellem Missbrauch und über geeignete Präventionsstrategien. Zudem stellten sie den Kinderschutzkodex der Reisebranche als Instrument zum Schutz von Kindern vor und präsentierten den Studierenden eigene Handlungsmöglichkeiten als Fachkraft im Tourismus.

Im Anschluss daran sollte die zuvor gelernte Theorie nun durch die Studierenden in praxisbezogene Fallbeispiele umgesetzt werden. Dazu erarbeiteten sie in kleinen Gruppen Konzepte zu Themen der Öffentlichkeits- und Aufklärungsarbeit und übten diese Kommunikation in Rollenspielen.

"Ich empfand den Workshop als sehr lehrreich, weil man für viele Themen sensibilisiert wurde und daher zukünftig aufmerksamer im Urlaub und im Leben unterwegs sein wird, um Fällen von Kindersextourismus vorzubeugen. Jeder sollte den Mut haben, später als Mitarbeiter, Vorgesetzter oder auch nur als Beobachter einzugreifen und die zuständigen Behörden über eine 'seltsame Situation', zu informieren", sagte Stephanie Lamp, Studierende der Hochschule Rhein-Waal im 5. Semester, nach dem Workshop.

ECPAT Deutschland, die Arbeitsgemeinschaft zum Schutz der Kinder vor sexueller Ausbeutung, ist ein bundesweiter Zusammenschluss von 29 Institutionen und Gruppen. Informationen im Internet auf www.ecpat.de.

Quelle: RP
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