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Kleve
Hundertwasserhaus auf den Minoritenplatz

Kleve. Sie sind bunt und haben eine große Fangemeinde: Die "Hundertwasserhäuser", die in den Städten und Gemeinden, wo sie stehen, mit ihren ausgefallenen Fassaden Touristenmagnete sind. Der Klever Arzt Gert Schumacher schlägt vor, auf dem Minoritenplatz ein solches Haus zu projektieren. Oder ein Haus im Hundertwasser-Stil zu bauen. "Hundertwasser selbst hätte sicher nichts dagegen. Im Gegenteil: Sein Ziel war ja, dass alle Menschen so im Einklang mit der Natur leben können.

Und das geht nur, wenn auch weiterhin Gebäude im Stil Hundertwassers gebaut werden können", sagt Schumacher, der ein solches Gebäude als Tor zur Klever City skizziert und zwischen Volksbank und Rathaus gesetzt hat. Sicherlich seien die Investitionen zunächst höher, räumt der Arzt ein. Aber das setze langfristiges Denken voraus, denn ein solches Haus bleibe immer attraktiv. Am Beispiel des Hundertwasserhauses in Magdeburg hat Schumacher die Größe und die Kosten recherchiert: "Das kostete 27 Millionen Euro im Jahr 2005.

Die Grundfläche stimmt mit dem Bauplatz in Kleve in etwa überein. Magdeburg hat aber sechs bis neun Stockwerke, in Kleve wären es drei bis vier. Die Kosten könnten also in einer Größenordnung von 15 Millionen Euro liegen. Hierzu könnten Hundertwassers Architekten Peter Pelikan und Heinz Springmann weiteres beitragen. Investor in Magdeburg war die Centum Aqua (,hundert Wasser'). Betreiber ist "Mea Maim Magdeburg", erklärt er.

Mit Blick auf den Hunderwasser-Nachlass konstatiert Schumacher: "In den Statuten der Stiftung findet sich kein Wort darüber, ob sie Neubauten im Hundertwasserstil bzw. die Verwendung des Namens Hundertwasser ablehnt oder befürwortet." MATTHIAS GRASS

Quelle: RP
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