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Niederrhein
IG BAU warnt vor steigender Altersarmut

Niederrhein. Unsichere Jobs sind meist Frauensache: Im Kreis Kleve arbeiteten Ende vergangenen Jahres 44.700 Frauen in Teilzeit, Mini-Job oder Leiharbeit. Damit machten sie 69 Prozent der "atypischen Beschäftigung" aus, wie eine gleichnamige Untersuchung der Hans-Böckler-Stiftung zeigt. Das teilt die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) mit und warnt zugleich vor einer zunehmenden Altersarmut für Frauen. Dabei seien zum Beispiel die Zeiten der Schwangerschaft oder Kindererziehung noch nicht einmal berücksichtigt. "Wenn Politik und Wirtschaft nichts unternehmen, dann werden ganz viele Frauen bei der Rente immer öfter zu Verliererinnen", sagt Friedhelm Bierkant, Bezirkschef der IG BAU Duisburg-Niederrhein.

Besorgniserregend sei der Trend, dass Teilzeit immer mehr zum Normalarbeitsverhältnis für Frauen werde. So gab es nach Angaben der Böckler-Studie im Kreis 21.008 Teilzeit-Arbeiterinnen - 86 Prozent mehr als vor zehn Jahren.

Demgegenüber haben Ende letzten Jahres nur 4131 Männer in Teilzeit gearbeitet. Außerdem waren mit insgesamt 21.914 Mini-Jobberinnen 62 Prozent aller geringfügig Beschäftigten im Kreis weiblich.

Quelle: RP
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