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Niederrhein
IHK: Programm zur Integration von Flüchtlingen

Niederrhein. Die Niederrheinische Industrie- und Handelskammer (IHK) Duisburg-Wesel-Kleve hat auf ihrer Winter-Vollversammlung ein Sofortprogramm zur Flüchtlingshilfe beschlossen. Wichtiger Baustein ist eine Unternehmensumfrage, um die Bedarfe und Möglichkeiten in den niederrheinischen Betrieben zu ermitteln und daraus konkrete Angebote zu entwickeln. Interessierte Unternehmen können unter folgender Adresse daran teilnehmen: www.umfragen.ihk.de/home/fluechtlinge120.cfm

Die gegenwärtige Flüchtlingssituation wirft bei Unternehmerinnen und Unternehmern zahlreiche Fragen auf, so die IHK: Die Bereitschaft zu helfen ist groß - die Frage ist, wie? Die Industrie- und Handelskammer ist ein Ansprechpartner, wenn es um die Qualifizierung und berufliche Integration von Flüchtlingen geht. "Praktika, Hospitationen oder eine Ausbildung sind Möglichkeiten, um Flüchtlingen und Asylsuchenden dabei zu helfen, ihren Platz in unserer Gesellschaft zu finden. Ein geklärter Aufenthaltsstatus und ausreichend deutsche Sprachkenntnisse sind dabei Grundvoraussetzung für einen erfolgreichen Weg ins Berufsleben", sagt Dr. Stefan Dietzfelbinger, der Hauptgeschäftsführer der Niederrheinischen IHK.

Die Beantwortung der Fragen dauert zehn Minuten, so die IHK. Es wird unter anderem gefragt, wie hoch die Bereitschaft der Betriebe ist, Flüchtlinge und Asylsuchende in Praktika, Ausbildung oder Beschäftigung aufzunehmen, welche Rahmenbedingungen hierfür notwendig sind und in welcher Form die IHK Unterstützung leisten kann. Die zentralen Ergebnisse sollen im Februar veröffentlicht werden.

Die Unternehmensumfrage ist ein wichtiger Bestandteil eines Sofortprogramms, das die IHK auf ihrer Winter-Vollversammlung beschlossen hat. Weitere Maßnahmen und Angebote sind: die Publikation eines Leitfadens für Unternehmen, die Flüchtlingen Praktikums- oder Ausbildungsplätze anbieten wollen, die Veröffentlichung guter Beispiele von Flüchtlingshilfe durch Unternehmen im monatlichen IHK-Magazin, der Aufbau eines regionalen Netzwerks, ein Willkommens-Lotse als Ansprechpartner ab 2016, die Beratungsleistung von den "Starthelfern Migration", - das Praktikumsportal des DIHK und die zentrale Anerkennung im Ausland erworbener Berufsabschlüsse über die IHK FOSA (Foreign Skills Approval).

Der Leitfaden und weitere Informationen, wie etwa häufig gestellte Fragen (FAQs), stehen unter www.ihk-niederrhein.de zur Verfügung. Ansprechpartnerin ist Nadine Deutschmann, Telefon 0203 2821-289, E-Mail "deutschmann@niederrhein.ihk.de" .

Quelle: RP
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