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Kalkar-Grieth
Im Juni nimmt Hanselädchen Betrieb auf

Kalkar-Grieth: Im Juni nimmt Hanselädchen Betrieb auf
Blick ins Innere des Hanselädchens, wo der Ausbau Form annimmt. FOTO: G. evers
Kalkar-Grieth. Die Arbeiten sind weiter gediehen, als es den Anschein macht, versichern die Initiatoren. Noch ein paar Wände verkleiden, anstreichen, Möbel aufstellen, einräumen - dann kann's losgehen mit dem Verkauf. Von Anja Settnik

Die Luftballons in den Fenstern scheinen ein wenig verfrüht aufgehängt worden zu sein - noch ist der Dorfladen Grieth nicht eröffnet. Es handelt sich bei den bunten Ballons allerdings nur um Fassadenschmuck zum Gardebiwak, das die Griether kürzlich feierten. Aber schon bald dürfte sich ein neuer Anlass zum Dekorieren der Fenster ergeben, denn Birgit Mosler, Christian Reintjes und ihre Mitstreiter sind sicher, im Juni das "Hanselädchen" eröffnen zu können. Bis dahin ist allerdings noch viel zu tun.

Gerüstteile, Stützen und Balken sind vor dem Haus gestapelt, denn sie haben ihre Schuldigkeit bereits getan: Stabile Stahlträger sind unter den Decken eingezogen worden. Denn einige Trennwände wurden entfernt, weil die bisherigen Räume für die künftige Nutzung zu klein waren. Hier sollen die Griether schließlich demnächst einkaufen, in einem zwar kleinen, aber durchaus zeitgemäßen Selbstbedienungsladen, in dem sich die Kunden bewegen können müssen. Das Erdgeschoss ist übrigens barrierefrei, damit auch körperlich Beeinträchtigte zurecht kommen. Platz muss sein für eine Theke mit Backwaren, für Kühltruhen und Regalwände, für die Kassenzone und für einen kleinen Café-Bereich. Die Griether werden frische Wurstwaren, Molkereiprodukte,Tiefkühlkost und ein Grundsortiment an weiteren Lebensmitteln einkaufen können.

"Nicht nur die Griether, wir setzen ja auch auf die Touristen", erinnert Birgit Mosler. Denn insbesondere in den Sommermonaten wird das Schifferstädtchen von zahlreichen Ausflüglern besucht, die mit Fahrrädern und nicht selten mit der Fähre von der anderen Rheinseite kommen. "Wir werden ein Snackangebot und Kaffee und Kuchen haben", erklärt Christian Reintjes, dessen Vater Hans zurzeit ebenso wie Ingmar Kerkhoff und einige andere Helfer schleifen, Gipskarton anbringen, demnächst tapezieren und streichen.Für die Elektroarbeiten ist ein Fachmann gefunden.

Ganz wichtig: Es gibt eine Betriebsleiterin, deren Name allerdings noch nicht genannt werden soll, weil der Vertrag noch fixiert werden muss. An drei oder vier Aushilfe ist gedacht, dann kann der Verkauf losgehen. Im Prinzip klar sei auch schon, wer das Hanselädchen beliefern werde. Zweimal in der Woche gibt es neue Ware, täglich frisch natürlich die Backwaren vom Bäcker aus dem Nachbarort. "Geöffnet sein soll unser Laden morgens schon früh, damit die Leute auf dem Weg zur Arbeit vielleicht noch etwas mitnehmen können. Mittags werden wir eine kurze Pause einlegen und abends bis etwa 19 Uhr offen haben", sagt Mosler. "Das werden wir auch davon abhängig machen, wann die Kunden, gerade auch die Touristen, kommen", erklärt Ingmar Kerkhoff. Im oberen Stockwerk entsteht übrigens ein netter Raum, in dem sich Gäste mit Blick auf den Rhein oder den Griether Marktplatz auf einen Plausch bei Kaffee und Kuchen zusammensetzen können. "Samstags wollen wir ein schönes Frühstücksangebot schaffen", erklärt Mosler. Und bei schönem Wetter dürften die Tische und Stühle draußen vor dem Haus beliebt sein. Übrigens hat Familie Hell kein Problem mit dem Plan; wem ein Snack am Markt nicht reicht, der geht bestimmt gerne zum Essen in den "Deichgräf". "Das wurde vorab alles besprochen", versichert Birgit Mosler.

138 Anteilsscheine haben die Organisatoren verkauft. Jeder Anteilseigner hat pro Stück 250 Euro gegeben - Grundlage der Finanzierung ist ein Genossenschaftsmodell.

Quelle: RP
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