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Kranenburg
Im Kreuz ist Leben und Rettung

Kranenburg: Im Kreuz ist Leben und Rettung
Die Kreuzbrüder trugen das Wundertätige Kreuz durch die Straßen von Kranenburg, begleitet von Priestern, Diakonen und vielen Gläubigen. Hinter dem Kreuz schritt der Bischof von Essen, Dr. Franz-Josef Overbeck (mit Mitra). FOTO: Klaus Stadte
Kranenburg. Nach einem Pontifikalamt mit Dr. Franz-Josef Overbeck, Bischof von Essen, wurde das Wundertätige Kreuz durch Kranenburg getragen. Radio Horeb übertrug deutschlandweit den Gottesdienst. Von Werner Stalder

"Es wandelt, was wir schauen!" Dieses treffsichere Wort, aus dem viel Lebenserfahrung spricht, stellte Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck in den Mittelpunkt seiner Predigt zum Fest Kreuzerhöhung in der Stifts- und Wallfahrtskirche Kranenburg. "Es wandelt, was wir schauen", sei ein Wort von Glaubenserfahrung. Nicht umsonst gehöre es zu den wichtigen Momenten des Gebetes, des Gottesdienstes und jeder Form von Liturgie, dass sie sinnenhaft seien und so auch das Auge, also die Fähigkeit zu sehen und zu schauen, mit einbeziehen. Auch Mose habe sich diese Erfahrung zunutze gemacht, als er eine Kupferschlange an einer Fahnenstange aufhing: "Jeder, der gebissen wird, wird am Leben bleiben, wenn er sie ansieht." Im Neuen Testament werde das Bild der aufgehängten Kupferschlange als Hinweis für die Bedeutung des Kreuzes und des gekreuzigten Jesus verstanden. "Der gekreuzigte Christus, der am Kreuz hängt, ist derjenige, der allen, die auf ihn blicken, Heil schenkt, also die Erfahrung von Leben und Rettung bringt", sagte der Bischof von Essen. Und weiter: "Das kann gelingen, wenn wir, wie heute hier in Kranenburg, mit der Kreuztracht den Gekreuzigten durch die Straßen tragen, um einzuladen, auf ihn zu blicken, den sie durchbohrt haben." In der Welt der vielen Bilder und der damit verbundenen Reizüberflutung sei das Wort "Es wandelt, was wir schauen", eine wunderbare Einladung, aus dem Glauben neue Kraft zu schöpfen, "indem wir einen Weg vom äußeren zum inneren Sehen gehen." Schließlich ging Bischof Overbeck auf die vielen Kreuzerfahrungen in nah und fern ein. Er erinnerte dabei an die öffentlich gewordenen Kreuzigungen von Christen, an die Kreuzerfahrungen der Verlassenen und Vertriebenen wie auch der flüchtenden Menschen. "Im Glauben ist der Gekreuzigte selbst der Entscheidende und das Entscheidende!", sagte er. Beim Pontifikalamt mit dem Essener Bischof, der vorher Weihbischof und Diözesanadministrator des Bistums Münster war, konzelebrierten neben Pfarrer Christoph Scholten, der die große Gemeinde begrüßte, Pfarrdechant Markus Trautmann aus Dülmen, Father Paul Vincent und Pfarrer Michael Terhoeven. Ferner versahen die Diakone Günter Gendritzki, Thomas Fonck und Klaus Venhofen liturgische Dienste. Großen Anteil an der festlichen Gestaltung des Gottesdienstes hatten Dirk Willemsen an der Orgel, Solisten und das Basilikaorchester St. Marien, Kevelaer, Bläser des Kranenburger Musikvereins und der Kirchenchor unter der Leitung von Philipp Kamps. Zur Aufführung kam die Messe in G von Christopher Tambling. Nach der Festmesse setzte sich unter großer Beteiligung der Gläubigen die Kreuztracht durch die Straßen von Kranenburg in Bewegung. Man sah die Messdiener, Erstkommunionkinder, das Kreuzreliquiar, Fahnenabordnungen, die Diakone, Priester und den Bischof, die St. Antoniusbruderschaft Kleve, die Kreuzbruderschaft und die Damen und Ritter des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem, gefolgt von Ehrengästen, dem Kranenburger Musikverein und den Schützen. Im Mittelpunkt stand das Wundertätige Heilige Kreuz, getragen von den Kreuzbrüdern, die auch das Beten leiteten.

Im Gotteshaus angekommen, folgte der feierliche bischöfliche Segen mit dem Segenskreuz. Dann gab es ein Fest der Begegnung auf dem Gelände des St.-Elisabeth-Kindergartens. Das Pontifikalamt wurde deutschlandweit live von Radio Horeb übertragen.

Quelle: RP
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