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Kleve/Kranenburg
Initiative fordert Protest gegen Windkraft

Kleve/Kranenburg. Die Bürgerinitiative "Gegenwind im Reichswald" ruft zu Eingaben gegen die Windkraftplanungen in dem Wald zwischen Kleve und Nimwegen auf. Es gelte, die Ausweisung von Zonen für Windkraftwerke auf dem Gebiet der Gemeinde Kranenburg ebenso wie auf dem Gebiet der Stadt Kleve zu verhindern, so die Initiative. Die Gemeinde Kranenburg plant solche Flächen auf rund 200 Hektar entlang des Kartenspielerwegs, die Stadt Kleve auf verschiedenen kleineren Flächen südlich des Truppenübungsgeländes zwischen Reichswalde und Donsbrüggen. Die Flächen in Kleve addieren sich auf rund 180 Hektar.

Beide Kommunen haben die entsprechenden Pläne offengelegt, so dass jetzt noch Einsprüche möglich sind. "Zu beiden Verfahren läuft nur noch kurze Zeit die Unterrichtung beziehungsweise Beteiligung der Öffentlichkeit", sagt Iris Roselie, Sprecherin der Initiative. In Kranenburg läuft die Frist bis Donnerstag, 20. August, und in Kleve bis Montag, 31. August.

"Es ist wichtig, dass die Bürger von ihrem Recht Gebrauch machen, ihre Bedenken zu äußern. Bürger dürfen jetzt Argumente anführen, die gegen den Bau von Windkraftanlagen im Reichswald sprechen", so Iris Roselie weiter.

Ganz egal, welche Argumente die Bürger haben, wichtig sei vor allem, dass sie diese fristgemäß schriftlich im Kranenburger und im Klever Rathaus einreichen. Wem die Argumente ausgegangen sind, dem will die Initiative weiterhelfen und stellt Argumentationshilfen oder Musterbriefe auf ihrer Web-Site zur Verfügung: www.gegenwindreichswald.eu. "Für Windkraftanlagen gibt es geeignetere Standorte als den Reichswald. Dazu zählen Gewerbegebiete oder landwirtschaftlich intensiv genutzte Flächen. Wir haben hart gearbeitet, um Hilfestellung bei der Verfassung von Eingaben zu leisten. Jetzt hoffen wir, dass viele Bürger davon Gebrauch machen oder sich anderweitig bei den Planern äußern", sagt Roselie.

Gegenwind ist eine deutsch-niederländische Bürgerinitiative, die seit 2012 gegen die geplanten Anlagen am Kartenspielerweg und seit September 2015 gegen die in Kleve kämpft.

(mgr)
 
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