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Kreis Kleve
Innerhalb von 15 Jahren 40 Prozent weniger Kinder

Kreis Kleve. Das Angebot muss angepasst werden. Darüber spricht die Politik am Mittwoch, 14. September, ab 16 Uhr.

Die Jugendarbeit im Kreis Kleve muss sich verändern. Schon aus demografischen Gründen, denn da immer weniger Kinder geboren werden, gibt es deutlich mehr Jugendliche als kleine Kinder. Konkret: Wurden 1998 noch etwa 1600 Kinder im Bereich des Kreisjugendamts Kleve (ohne die Städte mit eigenem Jugendamt) geboren, waren es im Jahr 2014 nur noch 948 - mehr als 40 Prozent weniger.

Entsprechend muss das Angebot dieser veränderten Altersstruktur angepasst werden. Das haben auch Politik und Verwaltung im Kreis Kleve erkannt und werden über das Thema und seine Auswirkungen in der Sitzung des Unterausschusses des Jugendhilfeausschusses am Mittwoch, 14. September, ab 16 Uhr sprechen.

Der Unterausschuss ist eigens eingesetzt worden, um eine Empfehlung zu den zusammenhängenden Punkten "Kinder- und Jugendförderplan" und "Aktualisierung der Förderrichtlinien für die Jugendarbeit" zu entwickeln. Ab Januar 2017 sollen die neuen Förderrichtlinien gelten. Vor 14 Jahren wurde der Kinder- und Jugendförderplan zum letzten Mal aktualisiert. Mit Blick auf den Nachwuchs und die gesellschaftliche Entwicklung ist das eine lange Zeit. "Ein aktueller Plan ist auch Voraussetzung für die Inanspruchnahme einer Landesförderung für die offene Jugendarbeit", schreibt die Verwaltung. Grund genug, den Bedarf fortzuschreiben.

Die geänderten Rahmenbedingungen in der Jugendpflege haben zum einen mit den zurückgehenden Geburten (zuletzt etwas aufgefangen durch die Migration), zum anderen aber auch mit dem offenen Ganztag, an dem inzwischen ein Großteil der Kinder teilnimmt. Der Kreis als örtlicher Träger der freien Jugendhilfe, die Kommunen, Kirchengemeinden und verschiedene Organisationen beteiligen sich am Leistungsangebot. Rund 1,5 Millionen Euro stellt der Kreis in seinen Haushalt, um damit vor allem haupt- und nebenamtliche Mitarbeiter zu bezahlen.

(nik)
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