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Kranenburg
Integrationsbeauftragte für Kranenburg

Kranenburg. In der jüngsten Sitzung des Rates der Gemeinde Kranenburg wurde beschlossen, den Sperrvermerk zu den Aufwendungen für eine Integrationsbeauftragte aufzuheben. Der Bürgermeister wurde beauftragt, die Aufgaben durch das Personal zu erledigen. Von Werner Stalder

Die Vorgeschichte: Im Rahmen der Haushaltsberatungen wurden im Haushalt 2017 30.000 Euro als Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen zur Beschäftigung einer Integrationsbeauftragten veranschlagt mit dem Sperrvermerk "vorbehaltlich einer Gegenfinanzierung." Nun wurde das Aufgabengebiet dem Ordnungs- und Sozialamt der Gemeinde Kranenburg übertragen. Zur Erstversorgung und Betreuung der zugewiesenen Asylbewerber hatte die Gemeinde im Juli 2015 eine zusätzliche Mitarbeiterin, Adelheid Bachmann, eingestellt. Das Aufgabengebiet dieser Mitarbeiterin erstreckte sich auf die Unterbringung der Asylbewerber in gemeindlichen Übergangsheimen und Wohnungen und die Erstversorgung der Personen mit dem Bedarf des täglichen Lebens, wie Wohnung, Geschirr, Einschulung, erste Einkaufs- und Arztgänge und dergleichen. Aktuell gibt es in Kranenburg 190 Flüchtlinge, davon sind 90 Personen anerkannte Asylbewerber. 26 Personen befinden sich zurzeit in der Flüchtlingsunterkunft in Wyler. Da bekanntlich seit längerer Zeit keine neuen Asylbewerber zugewiesen wurden, die letzte größere Zuweisung war im August 2016, und die Erstversorgung der Asylbewerber abgeschlossen ist, wird diese Mitarbeiterin um einige Aufgaben entlastet und könnte nach Auffassung der Verwaltung das Aufgabenfeld "Förderung der Integration" übernehmen. Da Adelheid Bachmann die gemeindlichen Strukturen, Einrichtungen, den "Runden Tisch", die zugewiesenen Personen und die Zusammenarbeit mit den weiteren Behörden, wie Ausländeramt, Arbeitsagentur, Bundesamt für Migration und so weiter bereits bestens kennt, ist die Eignung der Mitarbeiterin für das weitere Aufgabenfeld gegeben. Die Mitarbeiterin ist mit 18 Wochenstunden beschäftigt, womit das Aufgabengebiet auskömmlich bearbeitet werden kann. Sollte sich zeigen, dass die Arbeitszeit nicht auskömmlich ist, müssen spezielle Aufgaben aus dem Arbeitsgebiet zusätzlich vom Fachamt erledigt werden.

Die Integrationsbeauftragte stellt eine zentrale Anlaufstelle für alle Flüchtlingsangelegenheiten dar und ist Schnittstelle zwischen Zugewanderten, Verwaltung, beteiligten Ämtern und Ehrenamtlichen. Als Schwerpunkte der Tätigkeit können genannt werden: Integration, Status und Justiz, Bildung und Koordination. Der Koordinator des "Runden Tisches", Friedhelm Kahm, betonte: "Die ehrenamtlich Tätigen stoßen immer wieder in Grenzbereiche, zu deren Bewältigung eine höhere Fachkompetenz erforderlich ist. Eine Überforderung der Ehrenamtlichen sollte auf jeden Fall vermieden werden, da ansonsten immer mehr Helfer sich zurückziehen." Adelheid Bachmann hat gute Kontakte zu Klaus Reiners (Integrationsbeauftragter in Bedburg-Hau) und kann auch die Fachkenntnisse von Birgit Gerold von der AWO nutzen, die jeden Donnerstag Beratung in Flüchtlingsangelegenheiten in Kranenburg macht.

Quelle: RP
 
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