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Kleve
Internationale Politik bewegt die Klever

Kleve. Bürger, Studierende und Flüchtlinge sind eingeladen, am "Forum Internationale Politik" teilzunehmen. Die Veranstalter Hochschule Rhein Waal, VHS und Haus Mifgash haben hochkarätige Referenten eingeladen. Diskussion erwünscht. Von Marc Cattelaens

Jakob Lemmp hat täglich mit internationaler Politik zu tun. Als Professor an der Hochschule Rhein-Waal für dieses Fachgebiet weiß er, wie wichtig dieses Thema für jeden von uns ist. Damit ist inzwischen in guter Gesellschaft. "Noch vor drei Jahren musste ich erklären, warum internationale Politik uns alle etwas angeht. Jetzt nicht mehr. Inzwischen ist das jedem klar. Die Flüchtlingssituation und näher rückende Kriege zeigen, das internationales und lokales Leben zusammenhängen hängen", sagt Lempp. Deswegen hat er auch nicht gezögert, als die Klever Volkshochschule (VHS) auf ihn zukam, ob er an sich einer Vortragsreihe beteiligen möchte.

"Forum Internationale Politik" ist die Reihe überschrieben. Sie startet am Mittwoch, 5. Oktober, und findet an sieben Abenden im großen VHS-Saal an der Hagsche Poort 22 statt. Die Zielgruppe besteht aus Bürgern, Studierenden und Flüchtlingen. Die Veranstalter Hochschule Rhein Waal, VHS und Haus Mifgash haben hochkarätige Referenten eingeladen. Die Vorträge dauern etwa 45 Minuten und werden meist auf Deutsch, manchmal auf Englisch gehalten. Anschließend darf diskutiert werden. Die Teilnahme am Forum Internationale Politik ist kostenlos.

Den Auftakt macht am Mittwoch, 5. Oktober, der Sozial- und Kulturwissenschaftler Professor Jean-Pierre Wils. Sein Thema lautet: "Religion, Politik, Gewalt - Anmerkungen über die Wiederkehr eines Albtraums". Dass Religion sich in die Landschaft der Politik durch extreme Gewalt drängt, sei ein neues Phänomen, so seine These. "Gibt es Wege aus diesem Albtraum?", fragt Wils. Seine Antworten können Interessierte an dem Mittwoch ab 18 Uhr hören.

Prof. Dr. Hasan Alkas lehrt an der Hochschule Rhein-Waal Mikroökonomie mit dem Schwerpunkt internationale Märkte. Er spricht am Mittwoch, 26. Oktober, ab 18 Uhr darüber, wie Volkswirtschaften von Migranten profitieren können. Prof. Dr. John Henry hält am Mittwoch, 9. November, ab 18 Uhr einen Vortrag mit dem Titel "Human Rights in the Modern World". Er geht dem Ursprung der Menschenrechte nach und der Frage, wie sie geschützt werden können. Einen weiteren englischsprachigen Vortrag hält Dr. Olivier Kramsch am Mittwoch, 23. November, ab 18 Uhr. Im Mittelpunkt stehen die Überreste von Grenzeinrichtungen in Wyler.

Argumente gegen Stammtischparolen gibt Prof. Dr. Klaus-Peter Hufer seinen Zuhörern am Mittwoch, 7. Dezember, ab 18 Uhr an die Hand. "Was kann man sagen, was kann man tun? Was steckt hinter diesen Parolen? Welches Weltbild wird mit ihnen transportiert", lauten einige der Fragen, die der Politologe von der Universität Duisburg-Essen stellt und beantwortet.

Die Sozialwissenschaftlerin Prof. Dr. Ingrid Jungwirth beschäftigt sich am Mittwoch, 11. Januar, ab 18 Uhr mit der Flucht als einem Problem von Migration und damit, wie weit die Solidarität der Deutschen reicht. Und Prof. Dr. Lempp beleuchtet am Mittwoch, 25. Januar, ab 18 Uhr den Krieg in Syrien und erläutert, welche Folgen der Zerfall von Ordnung hat. Sein Vortrag soll den Zusammenhang zwischen Entwicklungen im Nahen Osten und ihren Wirkungen in Europa klären.

Quelle: RP
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