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Kleve
Jazz: Bartoszak in Bestform

Kleve. Mit dem P. Bartoszak Quartett hatten die Klever Jazzfreunde junge, an den Musikhochschulen in Köln und Essen studierende Musiker zu Gast. Trotz der jungen Jahre können die Künstler auf eine enorme Auftrittserfahrung zurückgreifen. Mit dem Opener "Swift" begann ein langer Reigen von Kompositionen des Leaders, die allesamt in der Tradition des Bebop und Hardbop der 40er/50er Jahre beheimatet waren. Die Band bekennt sich ausdrücklich zu den Musizieridealen dieser Ära, vermeidet aber durch eigenes Material und Improvisationstechnik ein bloßes Kopieren. Von Bert Keim

Der Titel "Majority" zeigte den Altsaxofonisten (und Komponisten) Bartoszak in Bestform, wobei er stilistisch bei Nachfolgern von Charlie Parker wie Phil Woods und Cannonball Adderley anzusiedeln ist. Sehr einfühlsam spielte Pianist Jakob Lüffe bei der Ballade "Homecoming" auf - bestens unterstützt von Caris Hermes am Kontrabass. Immer wieder wurde sie zu Solobeiträgen herangezogen und erledigte diese auf dem neben ihr riesig wirkenden Instrument mit Bravour. Gelegentliche Soli vom soliden Schlagzeuger Niklas Walter.

Das zum Ende des ersten Sets gespielte Duke Ellington - Stück "In a mellow tone" passte nicht ganz in den von der Band gesteckten, stilistischen Zeitrahmen. Doch störte diese Rückbesinnung wohl niemanden: Der Pianist begann sparsam wie Count Basie, die Rhythmusgruppe gesellte sich dezent dazu, ein wenig Johnny Hodges vom Leader, schon war man in einer anderen musikalischen Welt.

Quelle: RP
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