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Kleve
Jazz: Dizzy Birds im Coffeehouse

Kleve. Mit der Verpflichtung der Berliner Band "Dizzy Birds" haben die Klever Jazzfreunde dem immer mal wieder geäußerten Wunsch einiger Mitglieder Rechnung getragen, Oldtime-Jazz auf die Bühne des Coffeehouse zu bringen. Von Bert Keim

Sieben aus verschiedenen europäischen Ländern stammende Musiker waren angekündigt; am Ende schafften es fünf nach Kleve und diese reichten vollends aus, dem Publikum einen höchst vergnüglichen Abend zu bereiten.

Interessant die Rückbesinnung der jungen Leute auf die Entstehungszeit des Jazz. Es gab also kein Anhängen an den allseits bekannten britischen Tradjazz, sondern eine bewusste Hinwendung zum uralten New Orleans - Stil. Der erste Titel (Ain't gonna give nobody none of my jelly rolls) verwies auf den Pianisten Jelly Roll Morton, der sich selbst gern als "der Erfinder des Jazz" bezeichnete. Weiter ging es mit lange nicht mehr gehörten Stücken wie Muskrat Ramble, Darktown Strutters Ball, China Town, I found a new baby und Won't you come home Bill Bailey. Dies alles wurde dargeboten mit viel Spielfreude und Drive.

Für den speziellen Klang waren hierbei besonders wichtig Banjo, Sousaphon und ein nur rudimentär ausgestattetes Schlagzeug, das im wesentlichen aus Bass- Drum, einem kleinen Becken und Holzblock bestand. Zum Oldtime - Sound trug weiterhin der Gesang des Posaunisten über Megaphon bei. Laurant Humeau an Klarinette und Sopransaxofon rundete das Quintett ab.

Zur Vielseitigkeit der Band trug die Fähigkeit einzelner Musiker bei, mühelos auf andere Instrumente überzuwechseln. So erwies sich der Drummer als fähiger Trompeter und der Posaunist/Sänger als überzeugender Stride-Piano Spieler.

Das Publikum lauschte begeistert den selten gewordenen New Orleans Klängen und hatte viel Freude an der mit Hochdruck aufspielenden Gute-Laune-Band.

Quelle: RP
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