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Kleve
Jazz im Glashaus mit viel Humor

Kleve. Zwingenberger, Fedyk und Ziegler als spontanes Trio bei den Jazz-Freunden Von Bert Keim

Die Klever Jazzfreunde versammelten sich zu ihrem monatlichen Konzertabend einmal nicht im Coffeehouse, sondern hatten für dieses Mal mit dem Glashaus der Firma Hydropa eine höchst stimmungsvolle Alternative gefunden. Inmitten einer Vielzahl von imposanten Hydrokulturen wagten die Musiker Zwingenberger, Fedyk und Ziegler das Experiment, nach spontanem Zusammenfinden und wenigen Proben einen kompletten Konzertabend vor Publikum zu gestalten. Das gelang dank hoher Spielfreude, großem Talent und viel Humor von Anfang an.

Nach dem von vielerlei Perkussionsinstrumenten begleiteten Einmarsch der Akteure begann das Trio mit einer Jazznummer, wobei E-Piano, Kontrabass und Schlagzeug zum Einsatz kamen. Nach dem mit viel Schmunzeln aufgenommenen Hinweis, man könne neben Jazz auch (andere) Musik, wurde jetzt eine rockige Eigenkomposition im Stil von John Scofield dargeboten, wobei Multiinstrumentalist Radek Fedyk vom Kontrabass an die E-Gitarre überwechselte.

Danach folgte ein Solo-Feature des mit viel Routine und Lässigkeit aufspielenden Berliner Schlagzeugers Torsten Zwingenbergers, bei dem er die Entwicklung des Jazz von afrikanischen Ursprüngen bis in die Gegenwart aus dem Schlagzeug darzustellen versuchte.

Als Nächstes im Glashaus dann eine wunderbare Darbietung der Charles Mingus Komposition "Goodbye Pork Pie Hat". Ab diesem Titel brachte Pianist Daniel Ziegler vornehmlich seinen E-Bass zum Einsatz.

Nach der Pause überraschte Fedyk mit überzeugendem Trompetenspiel, um schließlich für eine wohlklingende Ballade wieder an die Gitarre zurückzukehren. Daniel Ziegler erhielt nun ebenfalls sein Feature: Über eine Blackbox legte er mit Hilfe verschiedener Instrumente Tonschleifen übereinander, um dann über diese Loops auf dem Piano zu improvisieren. Bei der Jimi Hendrix Nummer "Burning of the Midnight Lamp" brachte er seine E-Gitarre zum Einsatz, während Fedyk eine immense Basstuba auf die Bühne schleppte, um das bekannte Rockstück mit sattem Sound zu untermauern.

Ein abwechslungsreicher, höchst unterhaltsamer Abend in angenehmer Umgebung.

Quelle: RP
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