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Kleve
Jazzfreunde präsentierten eine "Raumfahrt in Kleve"

Kleve. Mit dem Quintett "Nova fliegt zum Mond" hatten die Klever Jazzfreunde eine wahre Gute-Laune-Band ins Coffeehouse geladen. Per Bandbus aus Berlin angereist zeigten die jungen Musiker von den ersten Takten an überhaupt keine Ermüdungserscheinungen, wobei sich besonders der türkisch-stämmige Gitarrist Murat durch bemerkenswerten Schwung hervortat. Etwas unterkühlter, doch solide der dänische Schlagzeuger Magnus. Am Kontrabass verbreitete mit sonorem Klang Falko durchgehend gute Laune. Von Anfang an wurde das Publikum in das temperamentvolle musikalische Geschehen einbezogen und aufgefordert, das Gehörte auch tänzerisch umzusetzen. Nicht wenige Zuhörer folgten dieser Anregung. Von Bert Keim

Das Programm der um die Sängerin Nova entstandenen Band ist ein bunter Mix aus verschiedensten Musikstilen. So gibt es neben mitreißendem Gypsy-Swing (à la Django Reinhardt) Ausflüge ins Chanson, Dixie- und Charlestonanklänge, Rumbas und Boogaloos. Sehr beeindruckend und authentisch die Darbietung von Kompositionen aus der Balkanregion. Hier konnte sich Nova mit glasklarem Ton auf ihre rumänischen Wurzeln berufen, während Sopransaxophonist Luis sein Instrument wie eine Schalmei klingen ließ.

Stimmungsvoll auch das vom Bassisten gesungene "Lass mich nicht allein". Insgesamt waren aber Nova und Luis die Hauptakteure des Abends. Zeitweise verwendete die Sängerin bei ihren Songs ein Megaphon, wohl um der Musik eine besondere nostalgische Eigenart zu verleihen. Der Saxofonist lieferte dazu stets die Gegenstimme, um dann in ein leidenschaftlich vorgetragenes Solo einzumünden. Das Repertoire blieb stets tanzbar und machte - bei geringem Jazzgehalt - viel Freude.

Quelle: RP
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