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Kleve
Jobbörse - 68 Firmen suchen Mitarbeiter

Kleve: Jobbörse - 68 Firmen suchen Mitarbeiter
In den vergangenen Jahren war die Jobbörse stets gut besucht. Mit 68 Firmen, die sich präsentieren, ist die Stadthalle räumlich am Limit. FOTO: Gottfried Evers
Kleve. Zum 10. Mal stellen sich in der Klever Stadthalle Unternehmen aus der Region vor. Am Mittwoch, 2. März, werden 4000 bis 5000 Besucher auf der Suche nach festen Jobs oder Ausbildungsplätzen erwartet. Es gibt Vorträge für Schüler. Von Marc Cattelaens

Wer als Schüler schlechte Noten hat oder als über 50-Jähriger schon länger arbeitslos ist, hat meist schlechte Chancen, überhaupt an ein Vorstellungsgespräch zu kommen. Am Mittwoch, 2. März, bietet sich in der Klever Stadthalle genau diese Chance. Von 10 bis 15 Uhr präsentieren sich dort im Rahmen der Jobbörse 68 Firmen aus dem Norden des Kreises Kleve, aus dem Kreis Wesel sowie aus angrenzenden niederländischen Städten und wollen mit Arbeitsuchenden ins Gespräch kommen.

Aus Sicht der Veranstalter (die Agentur für Arbeit Wesel, das JobCenter und die Wirtschaftsförderungsgesellschaft der Stadt Kleve) ist die Jobbörse ein großer Erfolg. Zum zehnten Mal findet sie nun statt und wird voraussichtlich 4000 bis 5000 Besucher anlocken. Bis heute wurden laut Bürgermeisterin Sonja Northing, die Schirmherrin der Veranstaltung ist, rund 200 Arbeitsverträge zwischen Firmen und Jobbörsen-Besuchern geschlossen. "In den Anfängen haben wir um Firmen, die an der Jobbörse teilnehmen wollen, gerungen. Inzwischen stehen die Betriebe Schlange. Die Stadthalle ist mit 68 Unternehmen komplett ausgebucht", sagt Northing.

In diesem Jahr trägt die Jobbörse das Schwerpunktthema "Ausbildung". Entsprechend sind auch die teilnehmenden Firmen aufgestellt: 49 sind Ausbildungsbetriebe, acht Personaldienstleister, und elf Unternehmen bilden nicht aus. "Weil bei der Jobbörse vor allem Ausbildungsplätze angeboten werden, haben wir zahlreiche Schulen angeschrieben", sagt Kleves Wirtschaftsförderer Dr. Joachim Rasch. Für die Schüler wird er ab 10.30 Uhr einen Vortrag mit dem Titel "Berufsorientierung für Jugendliche" halten. Ab 11.30 Uhr spricht Holger Kohn von der Klever Firma Spectro Analytical Instruments GmbH zum Thema "Bewerbung aus Sicht des Arbeitgebers".

Barbara Ossyra, Leiterin der Agentur für Arbeit Wesel, hat die Jobbörse im vergangenen Jahr zum ersten Mal erlebt und war gleich angetan vom Konzept. "Viele Menschen, deren schriftliche Bewerbung wahrscheinlich schnell ausgemustert würde, haben bei der Jobbörse die Chance, einem potenziellen Arbeitgeber in einem persönlichen Gespräch ihre hohe Motivation zu beweisen. Auch wenn nicht immer gleich ein fester Job dabei herauskommt, erhalten viele Bewerber die Möglichkeit, durch ein längeres Praktikum in den Beruf hereinzuschnuppern und den Arbeitgeber näher kennenzulernen", sagt Ossyra. Außerdem können sich die Besucher von den Firmenvertretern beraten lassen und Tipps für ihre Bewerbung erhalten.

Marcel Erps, der in Kürze die Leitung des Fachbereichs Arbeit und Soziales der Stadt Klever übertragen bekommt und damit die Nachfolge von Sonja Northing übernimmt, ist von der "ungezwungenen Atmosphäre in der Stadthalle" begeistert. Er und seine Kollegen werden gemeinsam mit Leistungsempfängern durch die Jobbörse bummeln. Bürgermeisterin Northing betont aber, dass es für Leistungsempfänger keinen Zwang gibt, an der Veranstaltung teilzunehmen. "Niemand muss zur Jobbörse hingehen. Es werden auch keine Leistungen gekürzt. Aber diejenigen, die dort sind, sind extrem motiviert. Das macht es auch den Firmen leichter", sagt Northing.

Quelle: RP
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