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Kleve
Jürgen Rauer bleibt weitere acht Jahre Beigeordneter in Kleve

Kleve. Nach der Wahl lagen sich Bürgermeisterin und Beigeordneter in den Armen: Sonja Northing gratulierte Jürgen Rauer unter dem Applaus von Ratsmitgliedern und Gästen zur Wiederwahl. In geheimer Wahl stimmten 31 Ratsmitglieder für den Technischen Beigeordneten. In dessen über 15-jähriger Amtszeit hat sich das Gesicht der Stadt Kleve stark verändert. Über die vor allem in den vergangenen Jahren geführten Diskussionen über die Stadtentwicklung war Rauer bei manchen auch in die Kritik geraten. Das schlug jetzt bei der Wahl durch: War Rauer vor acht Jahren noch einstimmig gewählt worden, votierten jetzt elf Ratsmitglieder gegen den Technischen Beigeordneten. Eine Enthaltung komplettierte die 43 Ratsstimmen. Nach der Umarmung überreichte Northing dem Architekten noch die Ernennungsurkunde und einen Blumenstrauß für seine Frau, die ja immer wieder auf ihn verzichten müsse. Von Matthias Grass

Er freue sich, dass er die vor über 15 Jahren begonnene Arbeit weiter führen dürfe, sagte Rauer nach seiner Wiederwahl. Er hatte vor den Türen des Stadthallensaales, in dem der Rat tagte, auf das Ergebnis gewartet. Zumal ein großer Baustein noch fehle, um die Unterstadt zu komplettieren, spielte der wiedergewählte Herr über das Bauen und Planen in Kleve auf den Minoritenplatz an. Insgesamt sei viele Positives entstanden. "Das ist nicht mein Werk, sondern unser gemeinsames Werk", sagte mit Blick auf die Mitarbeiter, aber auch auf die Politik. "Sie hatten den Mut, das alles zu beschließen. Wir durften all die Dinge umsetzen", erklärte Rauer.

Dafür bedanke er sich bei allen Mitarbeitern seines Dezernates. "Wir sind ein tolles Team", sagte er. Er wünsche sich, dass man weiter um den besten Weg für Kleve ringe. "Das darf auch strittig sein - aber bitte mit der nötigen Fairness", sagte Rauer. Es habe viel Arbeit in Kleve gegeben und man habe Vieles umsetzen können. "Diese Vielzahl an Projekten hat meine Zeit natürlich auch entsprechend in Anspruch genommen", sagt er. Wenn sich damals seine Frau bei beschwert habe und gefragt habe, wie denn seine neue Freundin heiße, habe er "Theo" gesagt, scherzte Rauer mit Blick auf Northings Amtsvorgänger. Aber eine solche Aussage verbiete sich jetzt, fügte er angesichts Sonja Northings an. Da müsse er sich etwas anderes einfallen lassen. Denn es gebe in Kleve noch eine Vielzahl von Projekten, die umgesetzt werden müssten.

Denn in Ruhe zurücklegen kann sich Rauer nicht: In Kleve müssen diverse Flächen entwickelt werden, die Schulen müssen geplant und gebaut werden und schließlich der letzte große Baustein in der Entwicklung der Stadt, die Bebauung des Minoritenplatzes, steht ebenfalls noch aus. Rauer hat jetzt noch acht Jahre, dieses Projekt nochmals anzupacken und umzusetzen.

Quelle: RP
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