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Kleve
Jugendhaus "Moms" erhält Förderung

Kleve. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks besuchte die Klever Einrichtung, die vom Förderprogramm "Jugend stärken im Quartier" profitiert. Kinder und Jugendliche bauen die Einrichtung aus. Weitere Unterstützer gesucht. Von Marc Cattelaens

Die Kinder und Jugendlichen aus der Südstadt haben eine Chance verdient, findet Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD). Sie kennt das Jugendhaus "Moms" noch bestens aus ihrer Klever Zeit, kann seine Geschichte aus dem FF erzählen. Nun besuchte sie das Klever Kinder- und Jugendzentrum, um sich ein Bild von den Fortschritten im "Moms" zu machen.

In der Südstadt leben Menschen aus etwa 15 verschiedenen Nationen. Ein hoher Anteil besteht aus Bürgern mit polnischen und russischen Wurzeln. Das "Moms" ist für die Kinder und Jugendlichen aus der Südstadt ein wichtiger Anlaufpunkt. Sie können dort nicht nur ihre Freizeit verbringen, sondern erhalten durch die Pädagogen Hilfe bei der Alltagsgestaltung. Die Einrichtung erhält seit fast einem Jahr Fördergelder aus dem Programm "Jugend stärken im Quartier". Das Programm wird durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend unter Manuela Schleswig und das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit von Barbara Hendricks gefördert. Insgesamt 320.000 Euro fließen - verteilt über vier Jahre in die Umsetzung des Projekts im "Moms". Deshalb ist die Freude dort auch groß.

Kleves Bürgermeisterin Sonja Northing sprach beim Hendricks-Besuch im Jugendhaus vom "Leben, das manchmal eben doch ein Wunschkonzert ist". Hendricks selbst beglückwünschte das "Moms"-Team und erläuterte, was sie sich vom Programm "Jugend stärken im Quartier" erhofft: "Das Programm soll Kindern in den Stadtteilen zusätzliche Chancen ermöglichen. Das Quartier soll verbessert werden, und das Programm soll helfen, die Menschen zusammenzubringen". Und weil die Ministerin weiß, dass Kinder mit Politiker-Deutsch meist eher wenig anfangen können, lieferte sie eine Übersetzung gleich mit: "Hier sind Leute aus Berlin. Die bringen Geld mit. Davon habt ihr was."

Ein Baustein des Projekts sind sogenannte Mikroprojekte. "Moms"-Leiter Steffen Thewis stellte in einer Präsentation vor, welche dieser Mikroprojekte bereits umgesetzt wurden und welche noch anstehen. So haben die Jugendlichen mit Unterstützung lokaler Firmen die Dornenhecke rund um das "Moms" entfernt. Und sie haben eine Feuerstelle mit Grillrost errichtet. Als nächstes steht die Gestaltung des Außengeländes an. "Wir wollen das hier kinder- und besucherfreundlicher gestalten", erläuterte Thewis. Die Jugendlichen wollen mobile Sitzgelegenheiten bauen und dem "Moms" einen neuen Anstrich geben. Schließlich soll noch der Bauwagen, der auf dem Gelände steht, mit Leben gefüllt werden: Das "Theater am Fluss" will dort theaterpädagogische Projekte für die Kids anbieten.

Das Projekt "Jugend stärken im Quartier" wird im "Moms" vom Berufsbildungszentrum Theodor-Brauer-Haus umgesetzt. Mit dem Geld aus dem Fördertopf werden die Sozialpädagogen Hildegard Holland und Anton Heinrichs vier Jahre lang bezahlt. Sie sollen die Mikroprojekte mit den Kindern und Jugendlichen durchführen und ihnen Ansprechpartner sein. Norbert Pastoors, der Geschäftsführer des Theodor-Brauer-Hauses, hofft, dass "wir so Erfahrungen sammeln können, die allen Klever Kindern zugutekommen sollen", sagte er beim Hendricks-Besuch.

Gesucht werden noch Firmen, die das "Moms"-Team sowie die Kinder und Jugendlichen bei der Umsetzung ihrer Projekte unterstützen. Manchmal wird schweres Gerät benötigt, andere Male sind es Material oder helfende Hände. "Wir freuen uns über jede Unterstützung", sagt Thewis.

Quelle: RP
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