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Kreis Kleve
JuLis fordern besseren Nahverkehr

Kreis Kleve. "Ein gut funktionierender ÖPNV bedeutet gerade für junge Leute Freiheit und Selbstbestimmung. Wenn man nach 19.30 Uhr nicht mehr mit dem Bus von Kalkar nach Kleve kommt, geschweige denn samstags ab 16 Uhr von Geldern in die Dörfer wie Hartefeld oder Vernum, dann stimmt hier etwas ganz gewaltig nicht" , betont Ben Dinklage, Kreisvorsitzender der JuLis Kleve-Geldern. Gemeinsam mit den Junge Liberalen Duisburg fahren die JuLis freitags mit dem letzten Bus von Goch nach Kleve - er fährt um 18:16 Uhr in Goch ab. "Hier sieht man doch auf den ersten Blick, dass etwas nicht stimmt, die Anbindung an Ortsteile wie Pfalzdorf ist nach 19 Uhr nicht mehr vorhanden", klagt Dinklage.

Philipp Becker, Dinklages Amtskollege aus Duisburg, erscheint die Situation im Vergleich zu seiner Heimatstadt gar skurril. So könne es nicht sein, dass ab den frühen Abendstunden bis zum nächsten Morgen um 7 Uhr kein Bus mehr fahre. "Das ist ein kompletter Gegensatz zu einem kundenorientierten Personennahverkehr."

Die Idee des Nightmovers kommt bei den Jungen Liberalen dagegen gut an, wenn es auch hier noch Verbesserungspotenzial gibt. Dies sei einerseits die Beschränkung der Gültigkeit auf das Wochenende, andererseits aber vor allem die Starrheit des Systems. "Was ist denn, wenn ich heute Nacht doch nicht nach Kleve, sondern vielleicht nach Kevelaer möchte? Dann soll der Nightmover nicht mehr gelten, nur weil ich den Ort innerhalb des Kreises wechsle", sagt Dinklage.

Auch die Nordwestbahn sieht Dinklage als unzureichend ausgebaut. Die zusätzliche Verbindung am Wochenende um 0.09 Uhr von Düsseldorf nach Krefeld helfe zwar, die Belastung der Strecke Düsseldorf-Krefeld zu senken. "Doch man muss die Relation sehen. Wer nach Kleve fahren will, muss um 23.09 Uhr in der Landeshauptstadt Düsseldorf abfahren und quetscht sich am Wochenende meist in einen überfüllten Zug, während man im Zug später in Krefeld strandet, weil dieser nicht durchfährt", sagt Dinklage. Diesen Kritikpunkt sieht auch Stephan Haupt, stellvertretender Kreisvorsitzender der FDP Kleve-Geldern. Haupt findet klare Worte: "Das Thema ÖPNV betrifft alle Generationen - deshalb sollten wir uns gemeinsam für eine Verbesserung stark machen!"

Quelle: RP
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